31 000 fehlen – und ein Gesetz Sind Autos wichtiger als Kinder?

Von Manfred Sack

Mit einer knisternden Bonbontüte in der Hand winkt die Frau die Nachbarskinder an den Rand ihres Rasens und sagt: "So, und nun schert ihr euch weg!"

Unfähig, so schnell zwischen Freude und Zorn zu wählen, trollen sich die sieben Kinder mit ihrem Ball, widerwillig, werfen der beobachtenden Frau schele Blicke nach und überlegen maulend, wohin sie sich nun "scheren" sollen.

"Nirgends darf man mehr spielen hier."

"Die alte Frau da hinten jagt uns immer weg, weil ihr Mann Nachtschicht hat und schlafen muß."

"Der ‚Caracciola‘ hat uns schon wieder weggetrieben. Dabei ist der Garagenplatz immerzu leer."