Die irischen Touristenbüros stehen denen anderer Länder heute in nichts mehr nach. Viele gedruckte und illustrierte Vorschläge für einen Ferienaufenthalt in Irland liegen auf den Tischen unserer Reisebüros bereit, und das Angebot an Ferienhäusern ist dabei ziemlich groß. 132 derartiger Unterkünfte sind für dieses Jahr amtlich registriert, doch darüber hinaus gibt es noch eine ganze Anzahl von privat vermittelten Häusern. Der amtliche Katalog vom Irish Touristboard nennt jeweils die Adresse und gibt die Art des Hauses, die Zahl der Räume und Betten an. Es folgt eine Bemerkung über den Zustand der sanitären Anlagen, dann der Preis für Vor- und Hauptsaison, vierzehntägig und monatlich berechnet, und am Schluß eine Aufzählung des vorhandenen und nicht vorhandenen Komforts.

Ein Beispiel: Im Hause „Summerhill“ in Achill an der Westküste Irlands sind drei Zimmer mit im ganzen sechs Betten vorhanden, außerdem Bettwäsche, Geschirr und Kochgerät und der dazugehörige Kosangas-Kocher. Der Badestrand beginnt an der Türschwelle. Das Haus kostet in der Hochsaison monatlich 33 irische Pfund (1 Pfund sind 11,71 Mark), in den Monaten Mai, Juni, September nur 28 Pfund.

Ein Bungalow in Killarney im Südwesten des Landes mit zwei Räumen, drei Betten, das eine Viertelstunde vom Badestrand und vom Einkaufszentrum entfernt liegt und in dessen Umgebung sich Möglichkeiten zum See- und Frischwasser-Fischfang bieten, kostet von Juli bis August 24 Pfund, in den Monaten vorher und nachher nur 22 Pfund. Bettwäsche und Geschirr müssen mitgebracht werden.

Ein Haus mit vier Räumen in Dingle, ebenfalls im Südwesten Irlands, zu dessen Ausstattung ein Badeboiler, eine elektrische Pumpe, ein Eisschrank und Heizung zählen – auch eine Hausmeisterin wird auf dieser Liste mit angeführt – ist in der Hauptsaison für 45 Pfund zu haben.

Diese Häuser stehen über ganz Irland verstreut in den verschiedenartigsten Landschaften: an der Ostküste‚ in Arklow, Greystone und Tramore, in der Nähe von Meer und weitem Strandgebiet, das in Reichweite eines gebirgigen wald- und seenreichen Hinterlandes liegt; in Irlands Süden, im Seengebiet von Killarney, das als Angler- und Waldparadies gepriesen wird. Sie stehen an der schroffen, buchtenreichen Atlantikküste, in Achill, Salthillo und Galway, dem Tor zur romantischen Moor- und Seenlandschaft von Connemara, schließlich auch im Hochland von Donegan, wo sich dem Spaziergänger atemberaubende Ausblicke in die Buchten des Atlantiks bieten.

Wer sich für seine Ferien lieber nicht an einen Ort bindet, der bekommt vom irischen Caravan Club in allen größeren Städten ein fahrbares Ferienhaus zur Miete angeboten. Die Preise – durchschnittlich 70 Mark pro Woche – variieren je nach Größe des Wagens. Für Wohnwagen mit festem Standort sind die Mieten niedriger. Einen solchen Ort bezeichnet der Katalog des Clubs so: „Lage: anderthalb Stunde von Buncrana (Donegal) westlich von Derryv via Fahan Buncrana street. Geräumige Einfahrt, Grasfläche, leicht abfallend. Wasserhahn. Sanitäranlage. Lebensmittelversorgung bestellbar. Hunde erlaubt. Badestrand in der Nähe. Von Ostern bis Mitte September geöffnet. Kosten: fünf Pfund pro Woche.“

Ähnliche Plätze finden sich in ganz Irland, so daß jeder Interessent sich seine Ferien einteilen und an verschiedenen Orten des Landes verleben kann. Er wird immer Verlockungen finden, wie sie das irische Grußwort „Cea Mile Fáilte“ (englisch ausgedrückt: „hundret thousend welcomes“) verspricht. Corinna Schnabel