Bei den deutschen Philips-Unternehmen, die in der Allgemeinen Deutschen Philips Industrie GmbH (Alldephi), Hamburg, zusammengefaßt sind, ist der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 1961 nur noch um 8 % gestiegen. Im Vorjahr betrug die Zuwachsrate noch 17 %. Auch hier hat sich also die konjunkturelle Entspannung in der Bundesrepublik sichtbar ausgewirkt. Der konsolidierte Reingewinn wird mit 59,3 (56,6) Mill. DM ausgewiesen. Hieraus soll eine unveränderte Dividende von 14 % verteilt werden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß das Stammkapital im Berichtsjahr durch Umwandlung von Rücklagen um 25 Mill. auf 200 Mill. DM erhöht worden ist, so daß praktisch ein höherer Betrag an die holländische Muttergesellschaft abgeführt wird. Per 31. Dezember 1961 wurden die Rücklagen aus dem Jahresgewinn um rund 31 Mill. verstärkt, so daß sie nunmehr etwa $1 Mill. DM ausmachen.

Auf dem Gebiet der lichttechnischen Erzeugnisse wurden kräftige Umsatesteigerungen erzielt. Dagegen stand das Fernsehgerätegeschäft zu Beginn des Berichtsjahres noch unter den Auswirkungen der Auseinandersetzungen um das zweite Fernsehprogramm. Der dadurch beeinträchtigte Absatz, der zu einer Erhöhung der Lagerbestände führte, machte eine Einschränkung der Produktion notwendig. In allen Bereichen, die nicht mit dem Fernsehgeschäft in Zusammenhang stehen, waren die vorhandenen und erweiterten Produktionskapazitäten voll ausgelastet.

Verglichen mit dem 6prozentigen Produktionsanstieg zeigt der Personalaufwand von 214,8 (184) Mill. DM einen höheren Steigerungsgrad, der primär auf die 1961 stattgefundenen Lohnerhöhungen und gestiegenen Gratifikationen zurückzuführen ist. Unter dem Einfluß verschiedener Rationalisierungsmaßnahmen und der ruhigeren Produktionsentwicklung war der Bedarf an Arbeitskräften weniger drängend als im Vorjahr; er konnte trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt im wesentlichen befriedigt werden. – dt.