Der Gesamtstromabsatz der Bayernwerk AG, Bayerische Landeselektrizitätsversorgung (München), deren Aktienkapital zu 60 % in Händen des bayerischen Staates und zu 40 % bei der VIAG liegt, belief sich im Geschäftsjahr 1960/61 (30. 9.) auf rund 7,9 (7,5) Mrd. kWh, die nutzbare Stromabgabe auf 6,3 (5,9) Mrd. kWh. An der Deckung des bayerischen öffentlichen Strombedarfs war das Bayernwerk mit 44,8 (44) % beteiligt. Für 1960/61 wird wieder 8 % Dividende auf 150 (137,5) Mill. DM Grundkapital gezahlt.

In Betrieb genommen wurde im Berichtsjahr u. a. der 100 000 kW-Block C im Dampfkraftwerk Schwandorf. Zu den größeren laufenden Bauvorhaben zählt die Erweiterung des Dampfkraftwerkes Aschaffenburg um einen 150 000-kW-Block mit 220-kV-Anlageteil, der im August 1963 in Betrieb gehen soll. Das größte und schwierigste Bauunternehmen ist der Ausbau des Tiroler Kaunertales, den die Tiroler Wasserkraftwerk AG unter finanzieller Mitwirkung des RWE und des Bayernwerks vornimmt. Ein Teilbetrieb soll ab 1964 anlaufen, die endgültige Fertigstellung wird 1966 erfolgen. Von der erzeugten Energie übernimmt das Bayernwerk ein Drittel, das RWE zwei Drittel.

Im laufenden Jahr werden die Investitionen auf 90 (70,56) Mill. DM geschätzt, deren Finanzierungen durch Schuldscheindarlehen erfolgen soll. Mit einer Kapitalerhöhung rechnet die Verwaltung weder im laufenden noch im folgenden Geschäftsjahr. V. D.