Für eine runde Mark

Zu einem ungebundenen Endverkaufspreis hat eine der größten deutschen Strumpffabriken ein Sonderangebot an Damenfeinstrümpfen auf den Markt gebracht. Die Kundin muß etwa eine Mark auf den Ladentisch legen, um ein Paar Strümpfe dieser Qualität – die dem niedrigen Preis entsprechen soll – zu erwerben. Dieses neue Strumpfangebot, das unter dem Namen des Herstellers verkauft wird, soll bereits dazu beigetragen haben, die „anonyme“ Billigstware in dieser Preisklasse und Qualität zurückzudrängen.

Jugend von heute

Auf dem diesjährigen Psychologen-Kongreß in Hamburg wurde festgestellt, daß bei den Jugendlichen heute das optische Verstehen gegenüber dem wortgebundenen überwiege. Nach Ansicht von Prof. Arnold (Würzburg) werden leichte Arbeiten von der heutigen Jugend besser erledigt als logische Denkaufgaben. Die Jugend sei an raschem Handeln mehr interessiert und dazu mehr disponiert, während sie sich für überlegtes Besinnen und Bedenken der Situation weniger aufgeschlossen zeige. Bestimmte Montagearbeiter oder Additionen würden von Lehrlingen heute wesentlich schneller bewältigt als früher. Die schnelle Arbeit sei jedoch meist mit einem Mangel an Gründlichkeit verbunden.

Die Engländer sind optimistisch

Die britische Automobilindustrie beurteilt den Absatz englischer Wagen im Gemeinsamen Markt zuversichtlich. Der Repräsentant der englischen Autofirmen in der Bundesrepublik, F. W. Read-Jahn, erklärte in Berlin, daß die englischen Automobilfirmen beabsichtigen, das Händlernetz und den Kundendienst in der Bundesrepublik weiter auszubauen.

Und nun die Autopreise

Auch in den USA sind – nach den Auseinandersetzungen um die Stahlpreise – nun auch die Automobilpreise Zielscheibe heftiger Kritik geworden. Der Präsident der Gewerkschaft der Automobilarbeiter, Walter Reuther, hat General Motors und Ford aufgefordert, angesichts ihrer „exorbitanten“ Gewinne sofort die Preise für ihre neuen Wagen zu senken und so die wirtschaftliche Stabilisierungspolitik Präsident Kennedys zu unterstützen. Nach Reuther sei Ford in der Lage, die Preise um 225 $ je Fahrzeug zu kürzen, während General Motors die Preise sogar um 275 $ senken könne, ohne daß ihre Gewinne unter den allgemeinen Durchschnitt der Industriegewinne sänken.