Aber bei geschmälerten Erträgen

Die Kali-Chemie AG (Hannover) erzielte im Geschäftsjahr 1961 Umsatzerlöse von 212,70 (206,30) Mill. DM. Die zusammengefaßten Umsätze der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften beliefen sich nach Ausgliederung der internen Umsätze auf 225,2 Mill. DM, Im Geschäftsbericht 1961 wird festgestellt, daß der Export trotz der DM-Aufwertung noch zugenommen und jetzt 29 % des Jahresumsatzes erreicht hat. Die für die Auslandskundschaft eingetretene Verteuerung der Erzeugnisse habe man weitgehend durch Preiszugeständnisse ausgleichen müssen, so daß der Ertrag geschmälert worden sei.

Der Vorstand stellt in seinem Bericht fest, daß die schon im ersten Halbjahr 1961 zu beobachtende Abschwächung der Konjunktur angehalten habe. Die konjunkturelle Entwicklung für die nahe Zukunft erfülle die Gesellschaft mit Sorge. Dabei werde nicht allein an die schwierige Aufgabe gedacht, bei wachsendem Wettbewerb den Marktanteil für die Erzeugnisse der Gesellschaft zu halten, sondern auch an das beunruhigende Verhältnis zwischen den Erlösen und den Herstellungskosten der Produkte. In diesem Wettbewerb werde die Gesellschaft nur dann erfolgreich bestehen können, wenn sparsames Wirtschaften mit einem Maßhalten in Lohn- und Gehaltsforderungen einhergingen. Die Kali-Chemie AG schlägt für 1961 12% Dividende auf 55 Mill. DM Grundkapital vor. –x