t?ei der Deutsehen Girozentrale — Deutsche - Kommunalbank — sind 1961 die Einlagen kräftig um 740 Mill auf 2380 Mill. DV per 31. Dezember 1961 erhöht. Bei dem Charakter dieser Einlagen, die bekanntlich zum überwiegenden Teil echte Liquiditätsreserven der Girozentralen und Sparkassen darstellen, ist es verständlich, daß die Zuflüsse nicht laufend in gleichmäßiger Höhe erfolgten, sondern unter den üblichen starken Schwankungen den zum Jahresende ausgewiesenen Stand erreichten.

Die Anlagepolitik der Bank im kurzfristigen Geschäft entsprach dem erhöhten Einlagenn:veau im Jahre 1961, kam allerdings diesmal nickt in einer erheblichen Steigerung der Offenmarktanlagen, sondern in einer wesentlichen Verstärkung der Nostroguthaben zum Ausdruck. Dieser Umschichtungsvorgang ist auf da_s Auseinanderklaffen der Abgabesätze für Offenmarktpapiere und der Zinsentwicklung am Bankengeldmarkt zurückzuführen; er war in den Monaten Februar, Mai, August und Dezember 1961 besonders ausgeprägt.

Das lang- und mittelfristige Geschäft der Bank hat sich im Jahre 1961 erfreulich entwickelt. Das Volumen dieses Geschäfts, das bis Ende 1960 auf etwa 750 Mill. DM angewachsen war, hat 1961 die Milliardengrenze erreicht. Insbesondere die ersten und die letzten Monate des Jahres standen unter den günstigen Vorzeichen des Kapitalmarktes. Besonderen Anteil an dem Darlehnsgeschäft hatten die mittelfristigen Ausleihungen, die im Gegensatz zum Vorjahr erheblich zugenommen haben. Die Nachfrage nach mittelfristigen Darlehen mit einer Laufzeit von vier bis sechs Jahren war groß. Es konnten nicht nur die im ersten Halbjahr 1961 beantragten Darlehen ausgereicht,