Der Neue Heimstatt Bauspar AG, München, die der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank nahesteht, brachte das Jahr 1961 das bisher größte Neugeschäft, Obwohl die hohen Grundstückspreise und die Baupreissteigerungen dem Jahresbericht zufolge die Geschäftstätigkeit beeinträchtigten, war der Neuzugang mit 6474 (i. V.: 5923) eingelösten Verträgen über 173,3 (162,9) Mill. DM der Summe nach 6,4 % höher als im Jahr zuvor. Ende 1961 verwaltete die Kasse damit insgesamt 31 757 (26 812) Verträge über 844,7 (709,4) Mill. DM Bausparsumme.

Die Struktur der „Neue Heimstatt“ unterscheidet sich insofern von der anderer Bausparkassen, als bei ihr seit Jahren das kurzfristige Sofortgeschäft, bei dem der Bausparvertrag bereits nach 24 Monaten zugeteilt wird, eine besondere Rolle spielt. So ist es denn auch zu verstehen, daß die Sparintensität und die Zuteilungsquote bei dieser Kasse über dem Durchschnitt liegen. Der Spargeldeingang errreichte 1961 mit 62,1 (57,6) Mill. DM 13,1 (14,8) % des mittleren Bestandes noch nicht zugeteilter Bausparsummen. Das ist weit mehr als das Doppelte der im allgemeinen 5 % der abgeschlossenen Bausparsumme betragenden Pflichtsparrate. Auf Grund dieser stattlichen Sparleistungen ist auch der Anteil des bereits zugeteilten Bestandes mit rund 40 (39) % ungewöhnlich hoch. Die Gesellschaft bemüht sich allerdings schon seit Jahren mit Erfolg darum, das normale Bauspargeschäft (Regelsparer) zu verbreitern: von dem 1961 erzielten Neuzugang entfielen nur noch rund 30 % auf das kurzfristige Sofortgeschäft.

Auf das mit 1,5 Mill. eingezahlte Grundkapital von 6,0 Mill. DM werden unverändert 10 % und 4 (2) Bonus ausgeschüttet. Das laufende Geschäftsjahr hat sich bisher gut angelassen. Der Neuzugang lag im ersten Quartal mit 40,2 Mill. DM Bausparsumme um gut 15 % über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. –lz