An der Saar einigten sich der Unternehmerverband Saarbergbau und die Gewerkschaften in dem Lohnstreit, der vor einer Woche zu einem Streik geführt hatte. Die Löhne und Gehälter in den staatlichen Bergwerken werden vom 1. Mai an um 8 % erhöht. Ursprünglich hatten die Zechen eine Erhöhung zum 1. Mai um 6 % und zum 1. Oktober weitere 2 % angeboten. Ausschlaggebend für die Einigung dürfte eine Zusage der Bundesregierung gewesen sein, daß der Saarbergbau eine Soforthilfe für die Rationalisierung der Zechen erhalten soll.

Die Bresche ist geschlagen

Lohn- und Gehaltserhöhungen von 6 % für die 620000 kommunalen Arbeiter und Angestellten in allen Gemeinden der Bundesrepublik sind in Stuttgart zwischen der Gewerkschaft ÖTV, der DAG und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber vereinbart worden. Die übrigen rund eine Million Arbeiter und Angestellten des Bundes, der Länder, der Bundesbahn und der Bundespost werden in einer Urabstimmung über Kampfmaßnahmen zur Durchsetzung der gewerkschaftlichen Lohn- und Gehaltsforderungen entscheiden, da die Bundesregierung und die Bundesländer eine Erhöhung der Bezüge für dieses Jahr abgelehnt haben.

Sachverständigenrat noch aktuell

Der von Prof. Erhard propagierte Sachverständigenrat ist noch nicht zu den Akten gelegt. Falls sich Erhard gegen den Bundeskanzler im Kabinett nicht durchsetzen sollte, will die Landesgruppe der CDU im Bundestag einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen, wobei sie sich eng an die Erhardsche Konzeption halfen wird. Ein Gespräch über dieses Thema fand in der vergangenen Woche zwischen dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag Dr. Dollinger und dem Bundeswirtschaftsminister statt.

Organisationsmüde