Die Guano-Werke AG (vorm. Ohlendorff’sche und Merck’sche Werke), Hamburg, konnte den Umsatz ihrer eigenen Erzeugnisse im Geschäftsjahr 1961 zwar um fast 3 % steigern, doch gingen infolge eines Rückganges des Handelsgeschäftes die Umsatzerlöse um 2 % auf 53,4 (54,5) Mill. DM zurück Die Gesellschaft mußte einen Absatzrückgang bei Superphosphat hinnehmen, während der Phosphatkali- und besonders der Enpeka-Absatz gesteigert werden konnten. Diese Zunahme hat sich wegen der verschärften Inlandskonkurrenz jedoch in den Erlösen nicht voll ausgewirkt. Aus dem gleichen Grunde waren auch die Exportlieferungen, am Gesamtumsatz mit rund 11 % beteiligt, nur zu stark verminderten Erlösen möglich. Im Chemikaliengeschäft ist ein Umsatzrückgang durchProduktionsumstellungen bei Inlandskunden eingetreten, der durch höhere Exportlieferungen nicht ausgeglichen werden, konnte.

Durch den europäischen Zusammenschluß werde die Gesellschaft gezwungen sein, so betont die Verwaltung, ihre Betriebe so umzustellen und zu reorganisieren, daß sie den Wettbewerb mit gleichartigen Betrieben der Nachbarländer bestehen können. Die dazu notwendigen Maßnahmen seien eingeleitet. Die Investitionen würden in den kommenden Jahren erhebliche Beträge erfordern, die über die bisherigen Jahresinvestitionen hinausgehen. Die finanziellen Grundlagen wurden durch die im Herbst 1961 beschlossene Erhöhung des Grundkapitals von 7 Mill. auf 11,2 Mill. DM geschaffen. Das Berichtsjahr schließt einschl. eines kleinen Vortrages mit fast unverändert 0,75 Mill. DM Gewinn, aus dem wieder 10% Dividende auf das für 1961 dividendenberechtigte Grundkapital von 7 Mill. DM verteilt werden sollen.

– d.