Die Brown, Boveri & Cie AG, Mannheim, ist nach Siemens und AEG das drittgrößte elektrotechnische universelle Unternehmen in der Bundesrepublik; sie ist Tochter des großen gleichnamigen schweizerischen Industriekonzerns. Ihre Aktionäre können mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 1961 zufrieden sein. Als Großhersteller für Anlagegüter segelt das Unternehmen auch jetzt noch im günstigen Wind der Investitionskonjunktur. Die Auftragseingänge lagen 1961 weiter über den Umsätzen; der Auftragsbestand ist mithin nochmals größer geworden. Eine gewisse Normalisierung der Nachfrage ist inzwischen eingetreten; auf Grund der vorliegenden Aufträge rechnet man in Mannheim mit einem günstigen Geschäftsergebnis für 1962. (Bei Konsumgütern, besonders bei Kühlschränken, war die Geschäftslage 1961 gedämpft, doch hat sich das inzwischen etwas gebessert). Jedenfalls war die Ertragslage 1961 besser als im vorangegangenen Jahr. Es wird nicht nur die gleiche Dividende, nämlich 16 %, bezahlt, sondern darüber hinaus konnten den Rücklagen fast 4 Mill. DM zugeführt werden. Diese sind heute mit fast 80 Mill. um ein Bedeutendes größer als das Stammkapital mit 70 Mill. DM.

Man sprach deshalb zeitweise an der Börse von BBC als von einem Gratisaktien-Anwärter. Darius dürfte allerdings nichts werden. Die Verwaltung schlägt nämlich jetzt eine weitere Kapitalerhöhung um 20 Mill. auf 90 Mill. DM vor; die jungen Aktien sollen dabei zu pari, ausgegeben werden. Genehmigt die Hauptversammlung diesen Antrag – und daran ist nicht zu zweifeln, denn die Meirheit der Aktien liegt bei der schweizerischen Mittergesellschaft – dann werden damit wieder Stammkapital und Rücklagen in ein gutes Verhältnis zueinander gebracht. W. R