Das Ritterschaftliche Kreditinstitut des Fürstentums Lüneburg in Celle ist eine Kreditanstalt des öffentlichen Rechtes. Sie arbeitet ohne Grundkapital. Für die Verbindlichkeiten des Instituts haften dessen eigenes Vermögen und die Ritterschaft des Fürstentums Lüneburg, eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes, als Gewährsträger. Das Vermögen der Ritterschaft besteht aus erheblichen land- und forstwirtschaftlichem Besitz sowie aus Hausgrundstücken. Zur Ritterschaft gehören die im Bereich des ehemaligen Fürstentums Lüneburg gelegenen Rittergüter. Das Institut beschäftigt sich mit dem langfristigen Geschäft, d. h. gewährt Hypotheken, Darlehen und beschafft seine Mittel in der Hauptsache durch die Aufnahme langfristiger Darlehen sowie durch den Verkauf eigener Schuldverschreibungen.

Im Geschäftsjahr 1961 hat das Kreditinstitut sein Geschäft wesentlich ausweiten können. Der Umlauf an Schuldverschreibungen einschließlich der aufgenommenen langfristigen Darlehen stieg um 41,4 % auf 90,5 Mill. DM. Aus dem Reingewinn wurden den Rücklagen 0,3 Mill DM zugewiesen, so daß sie nunmehr 1,2 Mill. DM betragen. – f.

Gia Gesellschaft für Immobilien-Anlagen mbH. Stuttgart. Die erste Gesellschafterversammlung der in Vorjahr gegründeten Gesellschaft hat die Aufstockung des Stammkapitals von bisher 0,5 Mill. DM in zwei Tranchen von je 0,5 Mill. DM auf 1,5 Mill. DM beschlossen. Die Gesellschaft vertreibt ihre Immobilien-Zertifikate als Anteile an den Appartementhäusern der Organisation Eurotel.

Die Verwaltung der Rheinische Stahlwerke (Essen) schlägt der Hauptversammlung am 26. Juni für 1961 unv. 14 % Dividende auf 470 Mill. DM Aktienkapital vor. Der Gesamtumsatz, der 1961 einschl. Gußstahlwerk Witten um 10,5 % auf rund 3,5 Mill. DM stieg, ist in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit (ohne Guß Witten) im Monatsdurchschnitt um 3,2 % auf 262,2 (270,8) Mill. DM gesunken. Der Ende März vorhandene Autragsbestand lag, wie die Verwaltung ferner mitteilt, über dem durchschnittlichen Stand des Vorjahres. Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, daß darin auch Aufträge langfristiger Fertigung enthalten sind, deren Abwicklung sich über mehrere Jahre erstreckt.