Ich weiß wirklich nicht, ob es sich bei dem Reklamekopf in unserem Schaufenster um einen gewissen Herrn Laubenthal handelt“, sagte die Apothekerin. „Aber Sie sind nicht der erste, auf den er wirkt!“

„Er war einmal Tenor!“ sagte ich.

„Und nachts ist sein Kopf beleuchtet...“

Ich ging in eine Telephonzelle und sah nach, ob sein Name vielleicht im Telephonbuch stand. „Dietrich Laubenthal“ stand da, und er hatte eine vierziger Nummer, und seine Wohnung war höchstens fünf Minuten von der Apotheke entfernt.

Als er die Tür aufmachte, sagte ich: „Sind Sie nicht der Mann, dessen Kopf in Apotheken Reklame für Tabletten macht!“

„Ich bin Dietrich Laubenthal. Wollen Sie mich geschäftlich sprechen?“

„Ich habe es gleich gesehen; es sind die Haare und die Augen, und vor über dreißig Jahren waren Sie Operettentenor, und Ihre Stimme trug Sie von einem Residenztheater ins andere.“