Verkantiegangers (Urlauber) auf der Suche nach Ferienhäusern werden in den Niederlanden auf ihre Kosten kommen. Auf sie warten die sogenannten Kampeerhuisjes und Kamphuizen in großer Zahl.

Windmühlen fächern die grünen Rücken der Deiche; Tulpenfelder, blauweiß gekachelte Bauernstuben und weißgestärkte Hauben, die sich über Spinnräder beugen; kleine Fischereihäfen, mit Kuttern und Segelbooten, wie von van Gogh gegen die graue Steinmole abgesetzt; mittelalterliche Giebel und Gassen, in denen man wunderbar radfährt und wo man Heringe am Stand essen kann. All das ist auch immer noch Holland, ideal für ein paar Ferienwochen geeignet. Im ganzen Land gibt es zahlreiche Ferienkolonien, jeweils acht bis neunzig Sommerhäuser groß. Vom spartanischen kleinen Holzhaus bis zum komfortablen Bungalow – Kampeerhuisjes im Holländischen – ist alles vorhanden, und der Mietpreis richtet sich nach Saison, Wohnlage und Komfort. Als Kamphuizen, zu deutsch Kampierhäuser (noch unklarer als im Holländischen) bezeichnen die Niederländer Unterkünfte wie Wohnungen, Appartements, Einfamilienhäuser und Villen, die sie an Gäste vermieten.

Anschriften von Vermietern führen alle örtlichen Verkehrsvereine in Holland; sie sind in der Broschüre „Vraagbaken voor Vakantiegangers“der Niederländischen Fremdenverkehrszentrale in Köln (in deutscher Sprache) verzeichnet.

In Belgien hat man sich auf diese zuletzt erwähnte Art von Ferienquartieren spezialisiert. Die Badeorte an der belgischen Küste sind besonders beliebte Reiseziele. Aus Middelkerke kommt zum Beispiel folgendes Angebot: Appartements in Strandnähe; ein Zimmer mit Küche, von Juli bis August für 4000 bis 4500 belgische Francs (ein bfr: acht Pfennig), für 1500 bfr in den Monaten Juni und September. Oder: zwei Zimmer, Küche und Eßzimmer für 4500 bis 6500 bfr in der Hochsaison. Ein Appartement mit Blick auf Meer und Dünen, mit der Möglichkeit zum Strandsegeln gleich vor dem Haus, ist in der gleichen Zeit für 10 000 bfr zu haben; der Preis entspricht dabei durchaus der Größe und dem Komfort der Etage. Vorhanden sind: „modern eingerichtetes Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit Doppelcouch, Bad, Telephon, Müllschlucker; moderne Küche mit Gas, fließend warmes Wasser und Kühlschrank.“

In De Panne beträgt der Mietpreis für Appartements von einem bis zu sechs Zimmern Größe zwischen 6500 bis zu 15 000 bfr je Monat. In Breden staffeln sich die Preise für Appartements mit ein und zwei Betten so: April 1500 bfr; Mai, Juni: 1500 bis 2000 bfr; Juli, August: 3500 bis 4500 bfr; September 2000 bfr.

Die Mietverträge werden vierzehntägig, monatlich oder für die ganze Saison geschlossen. Der Verbrauch von Gas, Wasser und Licht wird pauschal oder nach Zählerstand berechnet. Bett- und Tischwäsche sowie Bestecke sind vom Mieter mitzubringen.

Von den Listen über Ferienhäuser und -Wohnungen, die das Belgische Verkehrsamt in Düsseldorf führt, nennen wir hier zwei: „Mietbedingungen an der belgischen Küste“ und „Ferienwohnungen, Appartements, möblierte Zimmer in der Provinz Lüttich“. Wer vom azurblauen Himmel über Cannes und Nizza träumt, von den kleineren Küstenstädten mit ihren bunten Kais und Fischmärkten, wo, wie Kenner behaupten, eine Bouillabaisse wirklich nach 35 verschiedenen Fischsorten schmeckt, dem winkt ein reiches Angebot an Unterkünften. In Cannes und Nizza reichen die Angebote von der gutmöblierten Zwei-Zimmer-Wohnung mit Bad und Küche im besten Wohnviertel zu „mäßigem Preis“ bis zur Privatvilla mit – drei Schlafzimmern, Eßzimmer, Salon, Mädchenzimmer, zwei WCs, Terrasse zum Meer und so weiter. Cagnes sur Mer Mentone, Golfe Juan, Villefranche bieten zahlreiche Wohnungen und Sommerhäuschen an.