• BONN – Der Bundestag billigte den Gesetzentwurf zur Drosselung der Bautätigkeit. Dem Baustopp unterliegen Verwaltungs- und Geschäftsgebäude. Auch die Errichtung von Eigenheimen, deren Rohbau mehr als 75 000 Mark kostet, ist vorläufig verboten.

Die Sozialdemokraten verweigerten dem Gesetz ihre Zustimmung. Ihr Argument – es sei nicht die Aufgabe der Wirtschaftspolitik, von „oben her“ die Konjunktur zu dämpfen – deutet einen staunenswerten Gesinnungswandel bei der Opposition an.

  • BONN – Dem amerikanischen Botschafter Dowling wurde das Aide-mémoire der Bundesregierung zu den sowjetisch-amerikanischen Gesprächen über die Berlin-Frage überreicht. Es enthält keine eigenen Vorschläge, sondern nur Abänderungswünsche zu den amerikanischen Anregungen.

Bonns Sorgen haben sich in den letzten Tagen merklich verringert – seit Chruschtschow klar erkennen ließ, daß er die von den USA skizzierte Zugangsregelung für Berlin keinesfalls akzeptieren könne.

  • DÜSSELDORF – Die Zeit der Parteitage ist angebrochen. Den Reigen eröffneten jetzt die Freien Demokraten. Auch die Kongresse der CDU und der SPD wurden nach Nordrhein-Westfalen gelegt. Dort werden Anfang Juli Landtagswahlen abgehalten.

Die Parteien haben sich alle ein hohes Ziel gesteckt: Sie wollen „Volksparteien“ werden. Ob sie es erreichen werden? Die Wahlen an Rhein und Ruhr sind dafür ein erster Test.

  • MADRID – Die Streikwelle in Spanien breitet sich immer mehr aus. Trotz aller Lohnversprechungen der Regierung sind bereits 90 000 Arbeiter in den Ausstand getreten. Die Wirtschaft des Landes ist gelähmt.