Die Badische Kommunale Landesbank, Mannheim, konnte ihre Bilanzsumme im Jahre 1961 um 356 Mill. DM oder 20,7 % auf 2 079-Mill. DM erhöhen. Sie überschritt damit erstmalig die 2-Milliarden-Grenze. Die Gesamteinlagen der Bank erhöhten sich um 104 Mill. DM (14 %) auf 823,5 Mill. DM. Auf Sicht- und Termineinlagen der badischen Sparkassen entfielen hiervon 436,1 Mill. DM. Des entspricht eine Zunahme um 89,4 Mill. DM oder 25,8 %. Im Geschäftsbericht heißt es, daß die Bank im Interesse eines höchstmöglichen Liquiditätsgrades und unter Beachtung ihrer besonderen Aufgabe die Einlagen der Sparkassen in möglichst liquiden Werten angelegt habe. Ohne Inanspruchnahme dritter Stellen hätten am Jahresende von insgesamt 638 Mill. DM innerhalb von drei Monaten 394,9 Mill. DM flüssig gemacht werden können. Für die übrigen Anlagen bestand betraglich und zeitlich eins Staffelung, die eine allen Anforderungen entsprechende Zahlungsbereitschaft gewährleistete. Das Stammkapital der Bank beträgt 20 Mill. DM. Durch die Zuweisung vor 5,8 Mill. DM aus dem Gewinn des Jahres 1960 erhöhter sich die offenen Rücklagen auf 26,8 Mill. DM. Zum Jahresende belaufen sich die Eigenmittel der Bank nunmehr auf 46,8 Mill. DM. Aus dem Betriebsergebnis sollen den offenen Reserven 6,5 Mill. DM zugeführt werden. Der Reingewinn ist in Angleichung an das höhere Geschäftsvolumen und trotz verschiedener ertragsmindernder Faktoren um 0,9 Mill. DM auf 7,7 Mill. DM gestiegen. Die ausgewiesenen Gesamterträge betrugen 61,6 Mill. DM Nach Abzug der Zinsen für deckungspflichtige Verbindlichkeiten (31,1 Mill. DM), der Geschäfts- und Verwaltungskosten (10,9 Mill. DM), der Steuern und Abgaben (6,8 Mill. DM), der Abschreibungen auf das Anlagevermögen (2,8 Mill. DM) und der Verbandskosten verbleibt ein Bruttoergebnis von 8,7 Mill. DM. Hiervon wurden für Zuweisungen an Pensionsrückstellungen 0,7 Mill. DM und für Zuweisungen an Rücklagen 0,3 Mill. DM verwendet Aus dem verbleibenden Nettoergebnis von 7,7 Mill. DM wird das Stammkapital wieder mit 6 % verzinst.

Bei der Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft Köln, hat das Geschäftsjahr 1961 die zuversichtlicher Erwartungen erfüllt. Wie es im Geschäftsbericht heißt wurde die Tätigkeit der Gesellschaft durch den Vergleich mit der Deutschen Bundespost über die Benutzung des transatlantischen Fernsprechseekabels auf eine festere Basis gestellt. Vor allem hat die Aufnahme des Gentex-Dienstes nach Nordamerika im Oktober 1961 sich positiv ausgewirkt, andererseits ist der Wert des Azoren-Kabels dadurch gemindert worden. Die notwendigen Sonderabschreibungen gehen jedoch nicht zu Lasten des Ergebnisses 1961. Vielmehr wurden der ges. Rücklage 1,82 Mill. DM entnommen, so daß zum 31. 12. 61 noch 0,56 Mill. DM verbleiben. Das Azoren-Kabel steht jetzt mit dem niedrigeren Teilwert von 0,7 Mill. DM zu Buch.

Die Verwaltung der Beton- und Monierbau AG, Düsseldorf, schlägt die Berichtigung des Grundkapitals um 2 Mill. DM aus Gesellschaftsmitteln auf 10 Mill. DM vor. Die neuen Aktien sind vom 1. Januar 1962 an gewinnberechtigt. Der Hauptversammlung am 3. Juli wird für 1961 wieder 16 % Dividende auf das bisherige Grundkapital von 8 Mill. DM vorgeschlagen. Der Umsatz im Berichtsjahr war rund 250 (i. V. 237) Mill. DM. Der Auftragsbestand wird als gut bezeichnet.

Die Geschäftsentwicklung der Semperit Österreichisch-Amerikanische Gummiwerke AG, Wien, hat 1961 den Erwartungen entsprochen. Die Umsätze konnten auf 1,65 (1,53) Mrd. Schilling erhöht werden. Die Werke waren während des Berichtsjahres im Drei-Schichtbetrieb überwiegend voll ausgelastet. Der Export konnte um 12 % gesteigert werden. Zusammen mit den Organ-Gesellschaften belief sich der Gesamtumsatz auf 1,85 Mrd. Schilling. Die Investierungen waren mit (alles in Millionen Schilling) 174,86 (137,04) wieder beträchtlich. Laut Beschluß der Hauptversammlung sind wieder 10 % Dividende auf das diesmal vollberechtigte Kapital von 200 ausgeschüttet worden. Der Gewinn ist von 19,6 auf 20,56 mit mit dem Vortrag auf 20,85 gestiegen. Im laufenden Jahr erwartet die Gesellschaft eine Verflachung der Expansionskurve, doch wird mit einer weiteren Umsatzerhöhung gerechnet. Es sei zu erwarten, daß sich auch die Ertragslage „durchaus befriedigend“ entwickeln werde. ga.

Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EWG-Konkurrenz und ein weiter verschärfter Lohndruck machen es der Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei AG, Bremen, unmöglich, die Rentabilität zu halten. Die Mehrbelastungen waren speziell nach der DM-Aufwertung nicht mehr aufzufangen. Die von 8,5 auf 5% ermäßigte Dividende für 1961 auf das Grundkapital von 14,4 Mill. DM spiegelt die Ertragsschwierigkeiten im vergangenen Jahr wider. Für das laufende Geschäftsjahr wird eine Verbesserung der Gewinnaussichten nicht erwartet. Das Unternehmen hofft, daß sich Produktion und Umsatz behaupten und die Anlagen voll beschäftigt bleiben. Sml.

Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG, Wiesbaden. In der Aufsichtsratssitzung vom 23. Mai ist der Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1961 festgestellt worden. Der Umsatz hat sich nach Mitteilung der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % auf fast 535 Mill. DM erhöht. Die Verwaltung schlägt der am 20. Juli 1962 in München stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende von unverändert 18 % auf das erhöhte Aktienkapital von 65 Mill. DM vor. Die Verwaltung teilt weiter mit, daß die Entwicklung des Geschäftes im ersten Quartal des Jahres 1962 befriedigend war. vwd.

Scheidemantel-Motard-Werke Aktiengesellschaft, Berlin. Der Aufsichtsrat hat den Abschluß zum 31. Dezember 1961 gebilligt, der einschließlich des Gewinnvortrages aus 1960 einen Reingewinn von 1,2 Mill. DM ausweist. Die Hauptversammlung findet am 14. Juni in Hamburg statt. Auf das Aktienkapital von 7,6 Mill. DM wird eine Dividende von wiedrum 15 % ausgeschüttet. x.