Als eine „vernünftige Expansion“ bezeichnet der Vorstand der Deutschen Schiffsbeleihungs-Bank AG, Hamburg, die Entwicklung des Institutes im Jahre 1961. Immerhin konnten etwa 57,3 nach vorher 45,8 Mill. DM neue Hypothekendarlehen ausgegeben werden, so daß sich nach 39,5 (35,8) Rückzahlungen der Hypothekenbestand auf 300,9 Mill. DM erhöhte. Bemerkenswert ist, daß trotz anhaltend schlechter Lage der Schiffahrt die vorzeitigen Tilgungen die des Vorjahres erheblich überschritten haben. Wenngleich der Kapitalmarkt zeitweise recht unergiebig war, konnte das Institut seinen Refinanzierungsbedarf doch in vollem Umfang decken. Neben der Ausgabe von Inhaberemissionen wurden wieder in nicht unerheblichem Umfange Namensschiff pfandbriefe mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten gegeben, die von öffentlich-rechtlichen und privaten Kapitalsammelstellen gern angekauft wurden.

Als Schrittmacher hat das Institut sich für den 5 1/2 prozentigen Pfandbrief betätigt. Von einer erst beantragten 15 Mill. DM Emission seien bereits 11 Mill. DM im Vorverkauf abgesetzt worden. Obwohl die Zinsmarke „unter das Maß des Vernünftigen gerutscht“ sei, war das Jahr 1961 auch ertragsmäßig wieder zufriedenstellend. Die Aktionäre erhalten unverändert 9 % Dividende, nachdem zuvor wieder 1,5 den dadurch auf 7,5 Mill. DM verstärkten Rücklagen zugeführt wurden, über dieses offene Polster an Reserven hinaus verfügt das Institut aber noch über nicht unbeachtliche „stille Reserven“. No.