Daß sich der Höhenflug des deutschen Bausparens „trotz der außenpolitischen Hochspannung“ auch 1961 fortsetzte, vermerkt die Leonberger Bausparkasse AG in ihrem soeben veröffentlichten Jahresbericht als einen besonderen Aktivposten. Das Prädikat des Jahres 1961 steht denn auch bei dieser Bausparkasse, die in der Rangordnung der 17 privaten Institute den dritten Platz belegt, außer jedem Zweifel: das Neugeschäft brachte eine überdurchschnittliche Steigerung und die Ertragslage gestaltete sich dank eines lebhaften Zwischenkreditgeschäfts so günstig, daß es der Gesellschaft nicht schwer fiel, die Rücklagen kräftig zu stärken und wieder 14 % Dividende auszuschütten.

Das Neugeschäft erhöhte sich bei 40 018 (i. V. 36 895) Verträgen über 807,9 (696,8) Mill. DM Bausparsumme um 15,9 (4,7) %. Der Branchendurchschnitt von 11,2 % wurde also nicht unerheblich übertroffen, so daß der Marktanteil der „Leonberger“ leicht auf 10,5 (10,1)% zunahm. Unter Berücksichtigung der Abläufe, Kündigungen und sonstigen Bestandsveränderungen verwaltete die Kasse Ende 1961 insgesamt 224 870 (204 999) Verträge über 4,33 (3,70) Mrd. DM, ein Volumen, von dem der Summe nach bereits 28,2 (26,8) % zugeteilt varen. Dank des auf 340,1 (283,1) Mill. DM gestiegenen Geldeingangs – darunter allein 264,4 (222,5) Mill. DM Sparbeiträge – konnte die Gesellschaft ihre Zuteilungen im Berichtsjahr wiederum beträchtlich steigern. Neu zugeteilt wurden 14 586 (11 851) Verträge mit einer Bausparsumme von 326,9 (257,9) Mill. DM. Die Netto-Auszahlungen beliefen sich auf 278,2 (224,1) Mill. DM, wovon 142,2 (109,7) Mill. DM auf Bauspareinlagen und 136,0 (114,4) Mill. DM auf Bauspardarlehen entfielen.

Die Bilanz der „Leonberger“ verlängerte sich 1961 auf 776,3 (635,4) Mill. DM. Wichtigste Gegenposten der 716,3 (590,8) Mill. DM Bauspareinlagen sind auf der Aktivseite 576,3 (466,6) Mill. DM Baudarlehen und 142,4 (112,3) Mill. DM Bankguthaben. Das bislang recht bescheidene Grundkapital von 2,0 Mill. DM soll durch die Ausgabe von nom. 4,0 Mill. DM Stammaktien, auf die zunächst 25 % einzuzahlen sind, auf 6,0 Mill. DM erhöht werden. Die Eigenmittel der „Leonberger“ werden danach insgesamt 16,0 (9,1) Mill. DM erreichen; Großaktionär der Gesellschaft ist mit einem Anteil von mehr als 60 % die Allgemeine Rentenanstalt in Stuttgart.

Im laufenden Jahr hat die Aufwärtsentwicklung nach Mitteilung der Gesellschaft angehalten; die Zuwachsraten der ersten vier Monate bewegten sich auf der Höhe des Vorjahres. lz.