Vom Thema fort führt auch die dringliche Frage eines jungen Mannes, der wissen möchte, wie die Menschheit sich hat vermehren können, da Adam und Eva doch nur zwei Söhne und keine Tochter hatten.

"Woher Kain seine Frau hatte, darüber, haben sich schon unsere Großmütter den Kopf zerbrochen. Was gehen uns Kain und Abel an, es geht ja um unser eigenes Leben." So spricht der Diakon.

Ein junger Mann nimmt das Mikrophon und sagt: "Ich finde, daß jeder schon im Leben genug bestraft wird. Und warum kriegt einer die Seligkeit, wenn er in letzter Sekunde die Vergebung bekommen hat, und wenn nicht, kömmt er in die Verdammnis. Das finde ich so ungleich."

"Hat der Mensch einen freien Willen oder ist alles von Gott vorbereitet?" Lauter Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Immer, wenn ein Pastor oder der Diakon versucht, es wenigstens andeutungsweise zu tun, kommt schon wieder etwas Neues von unten. Einer wirft triumphierend wie beim Grand mit Vieren im Skat etwas ins Spiel: "In der Edda von den alten Germanen wird gesagt: Unsterblich ist der Toten Tatenruhm!" Er macht eine Pause und fordert die da oben heraus: "Aber die waren ja ’ne Heidenreligion." Das ging ins Ans.

Der Pastor fragt: "Ist denn mit dem letzten Pulsschlag alles aus?" Zurufer: "Ja!" Der Pastor wartet und blickt in die Weite, wo an der Fassade steht "Zillerthal bleibt Zillerthal".

"Das ist ja ganz richtig, daß das Leben mal aufhört", sagt ein junger Mann, "schließlich kann es ja nicht immer weitergehen!" Das bejahen die Älteren nicht ganz so leicht. "Am besten, nicht daran denken", meint ein Mann, der eigentlich nur zu sich selbst sprechen wollte, aber es dann doch ins Mikrophon sagen muß: "Ich bin 67, aber wenn ich jetzt das Leben beende, Erdbestattung oder Feuerbestattung, ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber. Ich finde, wir müssen essen, um arbeiten zu können." Der Pastor wünscht ihm von Herzen ein gutes Eisbein am Abend.

Ein sehr junger Mann mit nachdenklichem Gesicht sagt: "Man muß sich alles ganz anders vorstellen. Alles lebt eben weiter, weil das allgemeine Leben immer weitergeht, darum gibt es ein ewiges Leben. Aber das persönliche Weiterleben ist ganz eigennützig, das gibt es nicht." Darauf möchten einige schon weitergehen. Aber der Pastor will das Gegenteil beweisen. Wie soll das so schnell erklärt werden?