Aus einem englischen Krankenhaus ruft die Oberschwester einer Abteilung die Ehefrau eines Patienten an, um mitzuteilen, daß sein Zustand sich verschlimmert hat. Die Frau eilt hin, wird im Zimmer der Oberschwester empfangen. Dort wird der Frau ein Gläschen Brandy angeboten, um sie für die Mitteilung zu stärken, daß der Mann inzwischen verschieden sei. Und die arme Frau – nun, man weint in England nicht öffentlich, und so läßt sie’s brav beim Schneuzen bewenden. Vielleicht, daß sie sich ein zweites Mal schneuzen muß; das wird schon verstanden. Es ist unhöflich zu zeigen, daß man eine Seele hat – man mag sie ruhig haben, aber „wo exhibition of yourself (keine Schaustellung der eigenen Gefühle); der andere soll nicht hineingezogen werden. Man hadert nicht mit dem Schicksal; es ist nicht höflich, zu hadern. G. S p.