An nicht weniger als 3500 Tankstellen im Bundesgebiet kann heute der Autofahrer den Kraftstoff der BP Benzin und Petroleum AG tanken. Der Bruttoumsatz aller Mineralölprodukte des Unternehmens ist 1961 von 1,28 Mrd. DM auf 1,52 Mrd. DM gestiegen. Wenn man den Verdienst des Fiskus, der als Zoll- und Mineralölsteuer etwa 60 % des Brutto-Benzinpreises beansprucht, vom Umsatz abzieht, ergibt sich eine Umsatzsteigerung um 19 % auf knapp eine Milliarde DM. Die Zuwachsrate der Erträge hielt nicht Schritt mit der um 28 % auf fünf Mill. Tonnen erhöhten Steigerung der verkauften Mengen. Der Wettbewerb und die Verbrauchsentwicklung bei den verschiedenen Mineralölprodukten werden dafür verantwortlich gemacht. Dennoch war 1961 für die BP ein gutes Jahr. Es werden keine Verluste mehr ausgewiesen, sondern ein Gewinn von rund 8,6 Mill. DM, der den Verlustvortrag auf etwa 11 Mill. DM mindert.

Der Gewinn stammt jedoch weniger aus dem „normalen“ Geschäft, er ist 1961 in erster Linie außerordentlichen Erträgen in Höhe von 11,8 Mill. DM zu verdanken. Über die Art dieser sonstigen Erträge wird im Geschäftsbericht leider nichts gesagt. Bedenkt man, daß auch etwa 1,8 Mill. DM durch Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen zum Gewinn beigetragen haben, so wird klar, daß der Gewinn nicht aus dem Betriebsergebnis erwirtschaftet wurde. Denn die um 10 Mill. DM erhöhten Abschreibungen sind keine Sonderabschreibung, sondern entsprechen dem bisherigen Abschreibungssatz von etwa 10 % auf Neuinvestitionen, die sich 1961 auf 110 Mill. DM beliefen.

Für 1962 rechnet die Gesellschaft mit einem positiven Ergebnis. Es wird erwartet, daß der Verbrauch an Mineralölprodukten steigt. Das liegt nicht zuletzt auch in der Tendenz der weiteren Motorisierung; letztlich aber entscheidet die Wahl der Millionen Autofahrer, wie oft sie an einer der 3500 Tankstellen ihren Wagen zum Stehen bringen. We.