Die Hamburg-Mannheimer Versicherungs AG, Hamburg, die zum Interessenbereich der Allianz Versicherung gehört, hat ein sehr gutes Geschäftsjahr hinter sich. Das Unternehmen, dessen Aktien im festen Besitz von drei Großaktionären sind, betreibt die Lebensversicherung und seit einigen Jahren als wertvolle Ergänzung die Unfallversicherung. Die Versicherungssumme der Gesellschaft konnte überdurchschnittlich, nämlich um 41 % gegenüber der Vorjahrszunahme gesteigert werden. Die durchschnittliche Steigerungsrate der übrigen Lebensversicherer lag bei etwa 22 %. Fast 10 000 Mitarbeiter im Außendienst, darunter 2 700 Hauptberufliche, haben dafür gesorgt, daß fast 300 000 Lebensversicherungen neu ausgefertigt werden konnten. Die Tendenz zur Großlebensversicherung setzt sich bei Neuabschlüssen immer mehr durch. Fast 3/4 aller Neuverträge fallen auf diese Vertragsart mit einer Durchschnittssumme von 7 600,– DM. Die drei Großaktionäre „gönnen sich“ vom Gewinn eine 10 %jge Dividende auf das eingezahlte Kapital und knapp den halben Betrag (108 000,– DM) auf das noch ausstehende Grundkapital. We.

Der Nationale Kranken-Versicherungsverein a. G., Stuttgart, hat im Geschäftsjahr 1961 eine befriedigende Entwicklung genommen. Der Mitgliederbestand hat sich um rund 7 %, die Beitragseinnahme um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ohne Berücksichtigung der niedrig verzinslichen Ausgleichsforderungen, die nur noch 1 5 % des Vermögens ausmachen, lag die Durchschnittsverzinsung der Vermögensanlagen bei 5,8 0/0 Die Inkasso- und sonstigen Verwaltungskosten konnte der Verein trotz Personalvergrößerung um 7,5 % senken. Um eine weitere finanzielle Stärkung zu erzielen, hat der Verein den dreifachen Betrag des Vorjahres der gesetzlichen Rücklage zugeführt, die somit eine Höhe von 1 Mill. DM erreicht hat. ei.

Die Hannoversche Landeskreditanstalt und die Niedersächsische Wohnungskreditanstalt, die durch eine gemeinsame Direktion verbunden sind, verzeichnen für 1961 eine kräftige Erhöhung der langfristigen Ausleihungen, die sich nach Zugängen von rund 400 Mill. DM jetzt auf über 1,7 Mrd. DM belaufen. Besonders bemerkenswert ist hierbei, daß sich dieser Betrag auf eine für das langfristige Geschäft ungewöhnlich große Zahl von mehr als 115 000 Einzeldarlehen verteilt. An Neu-Emissionen wurden in der Berichtszeit über 171 Mill. DM – gegenüber 145 Mill. DM im Vorjahr – abgesetzt. Der Absatz erstreckte sich auf alle Teile des Bundesgebietes, wobei die Käufe des Privatpublikums, stetig zugenommen haben. Die Ausleihungen beider Banken beschränken sich auf das Kerngebiet des Landes Niedersachsen, die ehemalige Provinz Hannover. ei.

Die Gesamtprämieneinnahme der Schlesischen Feuerversicherungs-Gesellschaft, Köln, ist im letzten Geschäftsjahr von 33,4 auf 35,9 Mill. DM gestiegen. Auf die Feuerversicherung entfallen hiervon 28,7 % und auf die Kraftfahrt-Versicherung 39,3 %. Der Schadenverlauf wird als „im allgemeinen befriedigend“ bezeichnet. Der Reingewinn von 0,92 Mill. DM wird zur Zahlung einer Dividende von 16 % auf das eingezahlte Grundkapital von 5 Mill. DM verwendet. ei.

Die Chemische Werke Hüls AG. beabsichtigt die Emission einer Anleihe in Höhe von 60 Mill. DM. Die Anleihe soll zur Finanzierung von Investitionen und zur Tilgung hochverzinslichen Schulden verwendet werden. Von den 60 Mill. DM werden 40 Mill. DM für den Umtausch der zum 1. August 1962 gekündigten Teilschuldverschreibungen aus 1956 bereitgehalten. Den Alt-Obligationären soll beim Umtausch ein Bonus gewährt werden. ei.