Die Demag AG, Duisburg, das größte deutsche Maschinenbauunternehmen, bleibt 1961 bei 13 % Dividende. Aus außerbetrieblichen Sondereinnahmen werden außerdem 2 % Bonus ausgeschüttet. Der deutsche Maschinenbau hatte 1961 ein gutes Jahr. Auch für die Demag hat die Investitionskonjunktur eine stärkere Nachfrage in fast allen Sparten des Erzeugnisprogramms gebracht. Der Auftragseingang flachte sich im Herbst erkennbar ab. Der Umfang des Geschäfts mit dem Bergbau blieb auf dem Stand der vorausgegangenen ruhigen Jahre. Nichtauskömmliche Preise kennzeichneten die Abschlüsse in der Kranbauabteilung. Der Bericht verweist auf das Vordringen von Wettbewerbern aus europäischen Nachbarländern mit niedrigem Lohnniveau oder mit anhaltenden Exportförderungshilfen der Regierungen. Die besonders starke Nachfrage nach Investitionsgütern im Jahre 1960 mit entsprechend guten Auftragszugängen führte 1961 zu einer Erhöhung der abgerechneten Geschäfte gegenüber den beiden praktisch umsatzgleichen Vorjahren. Die um 8 % gestiegenen Abrechnungen erreichten damit einen neuen Höchststand. Die Umsatzerlöse bezifferten sich auf 409,53 (385,45) und die Gesamtleistung auf 472,88 (384,84) Mill. DM. Wie in den Vorjahren entfiel fast die Hälfte auf den Export. Die als Folge der hohen Auftragseingänge des vorausgegangenen Jahres auch 1961 guten Exporte dürften nach dem Bericht nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich die Lage auf dem Weltmarkt fühlbar verändert hat. Auf dem kommenden Europamarkt zeichnet sich deutlich das Bestreben aller Industriestaaten ab, in diesem Markt günstige Ausgangsstellungen aufzubauen. Die DM-Aufwertung erleichterte es den Wettbewerbern, auf dem deutschen Markt fester Fuß zu fassen. Während sich die Maschinenausfuhr im letzten Jahrzehnt verdreifachte, hat sich die Maschineneinfuhr, die allein 1960 um 30 % zunahm, verzehnfacht. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr stark gestiegen und hat in der zweiten Jahreshälfte 126,2 % der ersten Jahreshälfte 1960 erreicht. In der Zweijahresperiode von Anfang 1960 bis Anfang 1962 sind die Personalkosten um 26 % jährlich oder um 30 % gestiegen. Nach dem Rückgang im Jahre 1959 und dem geringen Wachstum 1960 konnte die Belegschaft 1961 um 10 % erhöht werden. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft wurde negativ durch die Personalkostenerhöhungen und den verschärften Wettbewerb beeinflußt, während sich die Umsatzerhöhung positiv auswirkte. Einmalige Sondereinnahmen von 9,54 Mill. DM aus Nutzungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen trugen zu dem besseren Ergebnis bei. Der Gewinn erhöhte sich von 13,25 auf 16,85 Mill. DM und mit dem Vortrag auf 17,01 Mill. DM. Durch den Bruttoausweis der Ergebnisübernahme von Organgesellschaften kommt der Gesamtsteueraufwand in Abweichung vom Vorjahr nunmehr bei den Ertrag- und Vermögensteuern mit 41,39 (37,87) Mill. DM zum Ausdruck. Investiert wurden 29,84 (19,70) und in Beteiligungen 15,53 (2,07) Mill. DM. Der Beteiligungszugang enthält 5,4 Mill. DM Anteile der Conz Elektricitäts-Gesellschaft mbH, Hamburg-Bahrenfeld, und weitere Beteiligungszugänge bei der Lauchhammer Maschinenbau und Stahlbau GmbH und der Duisburger Wohnbau GmbH. Die eigenen Mittel sind in der Bilanz mit 180,47 (173,47) Mill. DM ausgewiesen. Daneben steht die Rücklage für den Lastenausgleich von wieder 13 Mill. DM. Das Eigenkapital deckt die Anlagewerte von 169,82 (146,96) Mill. DM. In den ersten vier Monaten 1962 sind die Auftragseingänge etwas rückläufig. Bei den in den meisten Erzeugnissparten guten Auftragsbeständen erwartet man eine befriedigende Entwicklung und die erwünschte Verkürzung der Lieferzeiten. ga.