Wie schön wäre der "Stil der graphischen Vereinfachung", der "Stil der optischen Chiffren und der räumlichen Assoziationen" – wenn sich Szenenbildner und Regisseure dessen ein wenig konsequenter befleißigten. Dann böte sich wohl auch öfter die "Totale", die Gesamtansicht einer Szenerie an, nach der man, müde der herausgeschnittenen Gesichter und der Kulissenfetzen, viel öfter lechzt, als manche Fernsehkatecheten vermeinen.

Manchmal ist es schade, daß der Kamera so freigiebig zugestanden wird, was man dem Opernglas im Theater verübelt: das ständige "Heranholen". Gut, es muß erlaubt bleiben, weil die Mittel des Fernsehens denen des Filmes ähnlich sind, aber doch wohl nur, wenn diese Tat ein eindeutiges dramaturgisches Alibi besitzt.

Ein Bühnenbildner, auf das Thema Requisiten angesprochen, zitierte nur Max Liebermann: Kunst ist Weglassen.