Auf über eine Milliarde DM ist die Bilanzsumme der Stadtsparkasse Hannover gestiegen. Das ist ein Ereignis für dieses Institut und spricht zugleich für dessen Bedeutung über den engeren Wirtschaftskreis hinaus. Wenn man bedenkt, daß der Spareinlagenzins innerhalb eines Jahres gleich dreimal herabgesetzt wurde, bleibt es erstaunlich, daß die Stadtsparkasse immer noch einen Spareinlagenzugang um 10,6% (auf 542,4 Mill. DM) zu verzeichnen hatte. Zur Entwicklung des Spargeschäfts weist das Institut darauf hin, daß immer mehr Sparkonten einen Bestand erreicht haben, der den Sparern die Anlage in Wertpapieren oder den Bau von Eigenheimen interessant erscheinen läßt. Immerhin hat sich der Durchschnittsguthabenbestand bei der Stadtsparkasse im Laufe eines Jahres von 851 auf 938 DM erhöht – gegenüber einem Bundesdurchschnitt von nur 683 DM. Das Aktivgeschäft hat von dem Abbau der Mindestreserven besonders im kurz- und mittelfristigen Kreditgeschäft profitiert. Prozentual am stärksten ist jedoch das langfristige (Hypotheken-)Geschäft gestiegen. Das ist keine Besonderheit der Stadtsparkasse, vielmehr eine – nicht ganz unumstrittene – Branchenerscheinung. ei.