• ROM – Bei den Gemeindewahlen in Italien haben die Liberalen und die Sozialdemokraten Stimmen gewonnen; auch die Neofaschisten erzielten einen kleinen Erfolg. Die Stimmenzahl der Christlichen Demokraten und der Monarchisten ging zurück.

Ein Teil der Christlichen Demokraten hat offenbar Fanfanis Linksschwenkung nicht mitgemacht und ist zu den Liberalen übergegangen. Die Koalition insgesamt aber hat sich behauptet.

  • TIRANA – In sehr scharfer Form hat die albanische Regierung die Mitgliedstaaten des Warschauer Paktes des Vertragsbruchs bezichtigt. Zu der jüngsten Sitzung des politischen Konsultativ-Rates des Paktes in Moskau war Albanien nicht eingeladen worden.

Dies sei – so erklärte Tirana – ein „ernstes Verbrechen“ gegen die Interessen der Organisation und des ganzen sozialistischen Lagers.

  • FRANKFURT – Die Sudetendeutschen verversammelten sich zu ihrem traditionellen Pfingsttreffen. Ihre Thesen: Verzicht auf jede Form der Gewalt, aber Bekräftigung des Heimat- und Selbstbestimmungsrechts.

400 000 kamen nach Frankfurt – ein Beweis, wie stark die landmannschaftlichen Bindungen der Sudetendeutschen immer noch sind.

  • ALGIER – Während die OAS ihren Feldzug der „Verbrannten Erde“ fortsetzt, haben im neuen algerischen Verwaltungszentrum Rocher Noir Frankreichs Hochkommissar Fouchet und der Präsident der provisorischen Exekutive, Farès, über gemeinsame Schritte beraten. Es ging um die Vorbereitung der Volksabstimmung vom 1. Juli und um die Übergabe der Verwaltung an die Algerier.

Für das Problem Nummer eins, den Terror der OAS und den Massenexodus der Europäer, ist indes das radikale Heilmittel noch nicht gefunden.