Fingerabdrücke von Geisteskranken untersuchten zwei amerikanische Forscher am Michigan State Hospital, um festzustellen, ob Schizophrenie ein angeborenes oder erworbenes Leiden ist.

Die Handlinien und die feinen Zeichnungen auf den Fingerkuppen prägen sich bereits im dritten bis vierten vorgeburtlichen Lebensmonat aus. Wenn es sich nun herausstellt, so meinten die Wissenschaftler, daß diese Linien bei Schizophrenen absonderliche Formen haben, dann könnte dies als Hinweis auf den kongenitalen Charakter der Krankheit gewertet werden.

Da Fingerabdrücke von jedem Kranken, der in eine staatliche Klinik in Michigan eingeliefert wird, gesetzlich vorgeschrieben sind, machte deren Beschaffung keine Schwierigkeiten.

Tatsächlich stellte sich heraus, daß die Fingerabdrücke der meisten schizophrenen Patienten typische Zeichnungen aufwiesen.

Den Zusammenhang zwischen anomalen Hand- und Fingerlinien und angeborenen Krankheiten kennt man bereits bei bestimmten Herzschäden und Mongolismus.