Klaus Mann hatte kein Glück mit Deutschland, aber wer hätte das! Als ob es auf Glück ankäme, und nicht vielmehr, wie sein Vater nach dem Kriege schrieb, „auf die Wirkung, die sich aus Mißverständnissen, Kontroversen, Peinlichkeiten doch herausklärt. Freilich ist diese Klärung etwas dem Tode sehr Nahes, oder auch ein sich noch erst Vollziehendes. Leben ist Pein, und nur so lange wir leiden, leben wir.“ Der Sohn hat sich selbst den Tod gegeben, sein Leiden an Deutschland ist zu Ende. Nicht aber das unsere, denn in das Glück, zu diesem Volk zu gehören, wird sich immer wieder die Pein seiner Problematik mischen, die uns leiden macht und andere leiden läßt. F. Sieburg