Die Dyckerhoff Zementwerke AG, Wiesbaden-Amöneburg, eines der führenden Unternehmen der deutschen Zementindustrie, hat in der Zeitspanne seit der Währungsreform bis Ende 1960 für den Ausbau und die Modernisierung der Werkanlagen über 180 Mill. DM aufgewendet. Davon konnten 64 % selbstfinanziert werden. Das abgelaufene Geschäftsjahr machte neben einer Anpassung der Produktionskapazitäten an die Nachfrage Rationalisierungen und Verbesserungen notwendig; Maßnahmen, für die insgesamt 55 Mill. DM aufgewandt werden mußten. Das bedeutete eine erhebliche Belastung für das Unternehmen, das offensichtlich seinen Charakter als Familienbetrieb wahren möchte.

Das Berichtsjahr 1961 brachte eine Umsatzerhöhung, die mit 11,4 % weit höher war als die des Bauhauptgewerbes mit 7,7 %. Die Ertragslage hat sich um rund eine Million verbessert; sie erlaubt es, auf das erhöhte Aktienkapital wiederum eine Dividende von 15 % zu zahlen. Mit der Ertragslage ist das Werk nicht ganz zufrieden. Die Zementpreise blieben stabil, die Nettoerlöse waren dagegen rückläufig. Bei steigenden Kosten ließ sich der Erlösrückgang nicht mehr ausgleichen, Dabei ist Dyckerhoff, wie überhaupt die Zementindustrie, der Auffassung, daß noch nicht alle Rationalisierungsreserven ausgeschöpft sind. Hierbei denkt man allerdings – traditionsgemäß in erster Linie an Kartellierungsmaßnahmen ...

Rlb.