• WASHINGTON – Sowjetbotschafter Dobrynin sprach vor Dean Rusks Abflug nach Europa 90 Minuten lang mit dem US-Außenminister über Berlin.

Die Gerüchte halten sich – auch nach dem Gespräch Mende–Smirnow –, daß die Sowjetunion den Gedanken einer internationalen Dreizehnerbehörde für den Zugang nach Berlin weiterverfolge und gewillt sei, ein entsprechendes Abkommen mit den USA dem vorgesehenen Separatfriedensvertrag mit Pankow als Annex anzufügen.

  • MADRID – Der spanische Staatschef Franco erklärte, die Kritik, die im Ausland an Spanien geübt werde, sei darauf zurückzuführen, daß die Mehrheit der meinungsbildenden Organe Europas kommunistisch infiltriert sei. Im übrigen sei Spanien die beste aller Demokratien.

Unverschämt! Lächerlich!

  • ESSEN – Mit großer Mehrheit haben sich die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten im Ruhrbergbau für einen Streik entschieden, um ihre Lohnforderungen durchzusetzen. Der Vorsitzende der IG Bergbau, Gutermuth, kündigte „einen möglichst kurzen, aber erbarmungslos harten Streik“ an.

Lohnerhöhungen erlaubt die Ertragslage des Bergbaus nicht, ein Streik aber ist im Blick auf die Wahlen unerwünscht. Also wird wohl der Bund die Zeche bezahlen müssen...

  • KAIRO – Die sechs afrikanischen Staaten der Casablanca-Gruppe – Ägypten, Marokko, Algerien, Ghana, Guinea und Mali – veranstalteten eine Gipfelkonferenz. Auf der Tagesordnung: Einrichtung des längst beschlossenen afrikanischen Oberkommandos; wirtschaftlicher Zusammenschluß.