Ultraschall statt Spritze

Intramuskuläre Injektionen hofft Dr. James E. Griffin von der Universität Pennsylvanien bald ohne die gefürchtete Nadel ausführen zu können. In zahlreichen Tierexperimenten konnte er nachweisen, daß die Druckwirkung hochfrequenter Schallwellen ausreicht, um ein Medikament in tiefgelegene Muskelschichten zu befördern. Das Präparat wird auf die Haut aufgetragen; anschließend läßt man mehrere Minuten lang Ultraschall einwirken.

Kampf dem Gelenkrheuma

Eine neue Einrichtung des US-Gesund-

heitsdienstes ermöglicht die Frühdiagnose des Gelenkrheumas. Mit Hilfe eines Abstrichs, der vom Hausarzt vorgenommen wird, läßt sich bei schwereren Hals- und Mandelentzündungen innerhalb weniger Stunden die Frage klären, ob für den Patienten die Gefahr von akutem Gelenkrheumatismus besteht. Die von Streptokokken verursachte Krankheit, von der fast immer das Herz in Mitleidenschaft gezogen wird, läßt sich besonders wirkungsvoll bekämpfen, wenn der Erreger noch vor Ausbruch des Leidens erkannt wird.

Im Laboratorium wird der Abstrich auf einen Nährboden gebracht; zwei Stunden später wird daraus eine Probe entnommen, auf einem Objektträger ausgestrichen und mit fluoreszierenden Antikörpern versetzt. Unter dem Mikroskop leuchten die Erreger des rheumatischen Fiebers im ultravioletten Licht deutlich erkennbar auf. Das Ergebnis wird dem behandelnden Arzt sofort telefonisch mitgeteilt.

Bohrer als Keimschleuder