Filmprominenz in der Kongreßhalle – Schüsse an der Kochs fräße

H. K., Berlin

Boxweltmeisterschaft, Filmfestspiele – Berlin war am Wochenende Treffpunkt internationaler Prominenz. 88 Mark kostete ein Ringplatz im Olympiastadion, wo „Bubi“ Scholz kämpfte und verlor. In der Kongreßhalle drängte sich derweil die Filmprominenz. Smoking, Frack, bezaubernde Abendkleider.

Es ist nur ein Katzensprung zu der grauen Mauer. Und dort lag am schwülen Juniabend – Ecke Kochstraße und Jerusalemer Straße, nicht weit vom Ausländerübergang „Checkpoint Charly“ – ein toter „Vopo“. Seine Kameraden – man konnte drüben ihre geröteten Gesichter erkennen – rannten hin und her. Ein Offizier kurbelte an einem Standtelephon. Der Lauf einer Maschinenpistole richtete sich auf eine Gruppe Westberliner. Zwei Schützenpanzer fuhren auf.

Westberliner Polizei hielt die erregten Passanten in Schach. „Det Saupack, wieder einen umgelegt. Jebt et ihnen ordentlich!“

Feuerwehr preschte heran. Aufgeregtes Stimmengewirr: „Was sollte er machen?“ – „Hatte er nicht zuerst geschossen...“ – „Schließlich war es Notwehr!“

Wer hatte geschossen?