Die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumgenossenschaften mbH. legt jetzt ihren Geschäftsbericht für das Jahr 1961 vor. Der durch steigende Personal- und Sachkosten entstandene Druck konnte von der GEG durch sparsame Wirtschaftsführung und verstärkte Rationalisierung aufgefangen werden. Für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit wurden beachtliche Mittel aufgewendet. Der Umsatz der GEG und ihrer Töchter stieg bei kaum verändertem Preisniveau um 95 Mill. DM auf 1,73 Mrd. DM, mithin um 5,8 %. Dabei ist der Absatz der Herstellerbetriebe der GEG um 6,8 % gewachsen, so daß er wesentlich über dem Durchschnitt der gesamten Nahrungs- und Genußmittelindustrie der Bundesrepublik (3,5 %) liegt.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der GEG, Heinrich Meins, stellte anläßlich der Vorlage des Geschäftsberichtes fest, daß auf den Gemeinsamen Markt berechtigte Hoffnungen gesetzt würden, wenngleich die GEG mit wachsender Sorge sehe, daß sich auf dem Agrarmarkt eine Entwicklung abzeichne, die allzu sehr die Interessen der Erzeuger berücksichtige, während die Belange des Handels, der Nahrungsmittelindustrie und die Interessen der Verbraucher hintan gesetzt würden. Meins hob hervor, daß durch die höheren Abschöpfungen auf Grund der neuen Berechnungsmethoden und durch den stärkeren Schutz gegenüber Importen aus Drittländern eine Reihe von Kostensteigerungen für den Nahrungsmittelhandel und die Lebensmittelindustrie verursacht würden, die eine Welle von Preiserhöhungen für die Verbraucher nach sich ziehen werde. Alle Beschwichtigungsversuche der Bundesregierung könnt ten darüber nicht hinwegtäuschen. Sml.