Für die Alte Leipziger Lebensversicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit war 1961 wieder ein gutes Jahr. Der Versicherungsbestand erhöhte sich von 1,6 auf 1,9 Mrd. DM, die Überschüsse von 16,5 auf 18,3 Mill. DM. Erstmals in den Nachkriegsjahren wurde eine freie Rücklage von 0,3 Mill. gebildet – zweifellos ein Meilenstein in der Geschäftspolitik. Die Alte Leipziger steht heute wieder auf festem Fundament. Der Durchschnittszinssatz aus Kapitalanlagen beträgt 6,33 %, eine Kleinigkeit weniger als im Vorjahr mit 6,41 %. Dieser Zinssatz ist aber nach we vor beachtlich, vor allem im Hinblick darauf, daß auch heute noch 18 % der Bilanzsumme der Alten Leipziger aus niedrig verzinslichen Ausgleichsforderungen bestehen. Die Abschlußkosten haben trotz der Neuzugänge von rund 300 Mill. nur wenig zugenommen. Die Kosten der laufenden Verwaltung sind im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen gesunken. Das Fazit – das gilt nicht nur für die Alte Leipziger, sondern überhaupt, für die deutschen Lebensversicherungen – ist, daß die expansive Entwicklung trotz der Minderung der Kaufkraft der D-Mark anhält. Rlt.

In der Hauptversammlung der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft vom 15. Juni wurde eine weitere Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Gemäß diesem Beschluß weiden 2 Mill. DM der in der Bilanz ausgewiesenen freien Rücklagen in Nennkapital umgewandelt Das hat zur Folge, daß das derzeitige Grundkapital sich von nom. 12 Mill. DM auf 14 Mill. erhöht. Die einzelne Aktie wir! sich dann auf nom. 700 DM und der darauf eingezahlte Betrag auf 602 DM stellen. Die dementsprechend in ihren Nennbetrag erhöhten Aktien nehmen bereits am Gewinn des Geschäftsjahres teil. Gleichzeitig verabschiedete die Hauptversammlung den Abschluß für das Geschäftsjahr 1961, das 137 Geschäftsjahr der Gesellschaft. Der Bericht des Vorstandes zeigt auch im Jahre 1961 wiederum eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Geschäfts. Die Bruttobeitragseinahme stieg von rund 141 Mill. DM auf rund 154 Mill DM, was einer Steigerung von 9,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Feuerversicherung erbrachte wiederum ein gutes Ergebnis. Befriedigend war vor allem auch der Verlauf des industriellen Feuergeschäfts. Die gesamten Vermögenserträge betrugen 1961 rund 8,8 Mill. DM, gegenüber rund 8,1 Mill. DM 1960. Nach Verrechnung der auf das technische Geschäft und die Rückversicherer entfallenden Anteile sowie nach Abzug der Vermögensverwaltungskosten verbleiben rund 8,4 Mill. DM für das nichtversicherungstechnische Geschäft. ei.

Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG., Hamburg, berichtet wieder über ein gutes Ergebnis im Geschäftsjahr 1961. Es wird ein Gesamtversicherungsbestand von 1929 Mill. DM Versicherungssumme (i. V. 1632 Mill. DM) ausgewiesen. Von den neu abgeschlossenen Versicherungen entfallen der Summe nach rund 46 % auf die 1958 eingeführte Ring-Rente und rund 41 % auf die Großlebensversicherung. Die Zugänge an Risikoversicherungen lagen um 18 % höher als 1960. Durch die seit Jahren von der Geschäftsleitung im Neugeschäftangestrebte Schwerpunktverlagerung auf Großlebens- und Rentenversicherungen ist der Zugang an Kleinlebensversicherungen geringer als im Vorjahr. Der um 22,9 % gesteigerten Beitragseinnahme gegenüber haben sich die laufenden Verwaltungskosten im Zusammenhang mit weiteren Rationalisierungsmaßnahmen nur um 6,9 % (i. V. 10 %) erhöht. Die Vermögensanlagen betrugen Ende 1961 399,7 (i. V. 342,9) und erbrachten einen Ertrag von 23,1 Mill. DM (i. V. 19,8). Der erzielte Durchschnittszins beträgt 6,19 % (i. V. 6,23 %). Vom Bruttoüberschuß in Höhe von 16,8 Mill. DM wurden nach Zuweisung von 0,1 an die freie Rücklage 16,3 = 98,37 % der Rückstellung für die Beitragsrückerstattung an die Versicherten (Versicherten-Gewinnanteile) zugeführt. Wieder werden 12 % Dividende auf das voll eingezahlte Aktienkapital von 2,25 Mill. DM ausgeschüttet. In der Hauptversammlung wurde die Erhöhung des Aktienkapitals um 0,9 auf 3,15 Mill. DM beschlossen. Die neuen Aktien sollen Aktionären im Verhältnis 2 1/2 zu 1 zum Nennbetrag angeboten werden.

An der Hauptversammlung der „Securitas“ BREMER ALLGEMEINE Versicherungs AG nahm erstmalig nach einem längeren Zeitraum eine größere Anzahl deutscher Aktionäre teil. Die Bedeutung der Tatsache, daß außer „The London Assurance“, einer der ältesten und gerade auf dem Gebiete der Seeversicherung führenden englischen Versicherungs-Gesellschaften, nunmehr auch wieder deutsche und in erster Linie Bremer Kaufleute an diesem seit 1917 in Bremen, ansässigen Unternehmen beteiligt sind, würdigte die Handelskammer mit einem Empfang, den sie im Anschluß an die Hauptversammlung den „Securats“-Aktionären gab. Die Verwaltung konnte wiederum über eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung berichten. Die Gesamt-Prämieneinnahme stieg auf 36,7 Mill. DM. Da die Aufwendungen für Schäden und Verwaltungskosten nicht im gleichen Verhältnis wie die Prämieneinnahme gestiegen sind, konnte ein erhöhter technischer Gewinn erzielt werden, und zwar in Höhe von 1,9 Mill. DM gegenüber 1,4 Mill. DM im Vorjahr. Aus dem Reingewinn werden wieder 12 % Dividende auf das gewinnberechtigte eingezahlte Grundkapital von 2,5 Mill. DM und außerdem, wie im Vorjahr, ein Bonus von 10 % auf das Nennkapital von 5 Mill. DM zur Einzahlung auf das Grundkapital ausgeschüttet. et.