Über 90%des Aktienkapitals der Deutschen Bau- und Bodenbank liegen beim Bund und beim Land Nordrhein-Westfalen. Das Institut ist daher ein Instrument staatlicher Wohnungsbaupolitik, und zwar vornehmlich für den Bereich der Bauzwischenfinanzierung. Mit diesem Geschäft befassen sich heute viele Banken, vor allem Sparkassen. Früher war das anders. Die Bauzwischenfinanzierung war ungeregelt und bereitete deshalb Sorgen. Die Bau- und Bodenbank hat erst die geeigneten Finanzierungsmodelle erarbeitet. Leitgedanke war dabei, daß Realkreditinstitute, die für die von ihnen zugesagte Hypotheken am Kapitalmarkt Mittel aufgenommen und zurückgelegt haben, diese Gelder bis zu ihrer Auszahlung bei der Bau- und Bodenbank – heute auch bei anderen Instituten – zinsbringend anlegen und damit die Mittel für eine Bauzwischenfinanzierung bereitstellen. Dieses Geschäft bildet auch heute noch das Kernstück der eigentlichen Banktätigkeit des Institutes. An Einlagen und aufgenommenen Geldern wurden nach der Bilanz 1961 gut 600 Mill. hereingenommen, davon wurden rd. 475 Mill. der Bauwirtschaft zur Verfügung gestellt. Dabei fällt der Bau- und Bodenbank die Aufgabe zu, für einen zeitlichen Ausgleich Sorge zu tragen. Neben der Banktätigkeit unterhält die Bau- und Bodenbank ein großes Treuhandgeschäft, und zwar auf dem Gebiet der Verwaltung öffentlicher, für die Bauwirtschaft bestimmter Gelder. Rlb