Der Bundesgerichtshof hat endlich darüber beschlossen: nämlich, daß eine ärztlich verordnete anstrengende Kur nicht als Erholung gilt und dem Arbeitnehmer folglich nicht als Urlaub angerechnet werden darf. Erholung, so definierten die Richter, bedeute nicht nur den Gewinn neuer körperlicher und seelischer Kräfte; daß der Arbeitnehmer "sein Leben in einem gewissen Rahmen unbeschwert nach seinen Wünschen gestalten könne, auf Reisen, im Familienkreis bei Sport und Spiel" – das sei auch ein Kriterium eines rechten Erholungsurlaubes, und ein wichtiges dazu. Auf zur Kur also, damit wir uns hinterher im Sinne dieses Richterspruchs – und wie es uns zusteht (und der Arzt es wünscht) – von ihr erholen können. S.