Das Neutronen-Aktivierungs-Verfahren ist der chemischen Analyse weit überlegen, weil man mit wesentlich kleineren Untersuchungsproben auskommt und weil es den Nachweis sehr viel geringerer Mengen einer Substanz ermöglicht.

Beispielsweise hat man mit dieser Methode an Rauschgiftpackungen winzige Spuren seltener Erden, die nur in ganz bestimmten Gegenden vorkommen, entdeckt und damit das Herkunftsland der Schmuggelware ermittelt.

Dr. Vincent Guinn, der Direktor der kalifornischen Studienkommission, glaubt, daß die Neutronen-Aktivierungs-Analyse sich vor allem auch zur Nachprüfung von Alibis eignet.

Sonnenflecken im Altertum

Einen Hinweis auf die Sonnenfleckentätigkeit während des klassischen Altertums glaubt Professor E. G. Mariolopoulos von der Universität Athen gefunden zu haben.

Bei der Untersuchung von Holzproben aus dem Baugerüst für das Parthenon, das im Akropolismuseum aufgehoben wird, fand er zwei Balken, die offenbar dem gleichen Zypressenbaum entstammen, der vor rund 2400 Jahren vermutlich in Attika gefällt wurde. Mariolopoulos konnte etwa 200 Jahresringe deutlich erkennen, und es stellte sich heraus, daß die Breite der Ringe in einem Elfer-Zyklus variiert. Diese Schwankungen, die man auch von Baumstämmen aus der Gegenwart kennt, werden allgemein mit der Sonnenfleckentätigkeit in Zusammenhang gebracht.

Da Sonnenflecken erst seit einigen Jahrzehnten registriert werden, ist der Nachweis ihres periodischen Auftretens in früheren Zeiten für die Wissenschaft sehr aufschlußreich.