Trophoblast zerstört Krebszellen

Trophoblast, ein Bestandteil der äußeren Membran der befruchteten Eizelle, wirkt, wie D. R. Kirby, Embryologe an der Universität Oxford, nachweisen konnte, zerstörend auf krebsartige Gewebe. Der Forscher hatte Mäuse-Trophoblast in Brusttumoren von Mäusen eingepflanzt und nach fünf Tagen die Tiere seziert. Dabei stellte sich heraus, daß die transplantierte Substanz tief in das Gewebe eingedrungen war und dabei Krebszellen vernichtet hatte. Die natürliche Aufgabe des Trophoblast ist die Zerstörung der Uteruswand, damit sich das befruchtete Ei dort einlagern kann.

Kirby konnte feststellen, daß die zerstörerische Eigenschaft dieser Zellen nicht nur auf die Art des Spendertieres beschränkt bleibt. Beispielsweise blieb Mäuse-Trophoblast auch in Rattennieren aktiv. Gegenwärtig untersucht der Embryologe, inwieweit sich die Wirksamkeit des Stoffes auf Krebsgewebe einschränken läßt, und ob Trophoblast über den Blutstrom injiziert werden kann.

Großes Erdölfeld entdeckt

Fast ein Jahr, nachdem die Erdölbohrungen der Mobil Oil A. G. im Raum Glonn-Feldkirchen bei München begonnen wurden, ist jetzt ein Ölfeld in 3990 Meter Tiefe entdeckt worden.

Fachleute des geologischen Büros der Deutschen Erdöl A. G. vermuten, daß dieses tiefste Erdölfeld, das bisher in der Bundesrepublik angebohrt wurde, weit ausgedehnt ist und daß seine Ausbeute durchaus rentabel sein könnte.

Nachdem die Ingenieure von dem Öl, das aus dem Triabon-Sand eruptiv an die Oberfläche kam, eine Fünf-Liter-Probe entnommen hatten, wurde die Sonde zunächst wieder geschlossen.