Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Großbritannien einen Beistandskredit zur Stützung des Pfundes in Höhe von 1 Mrd. Dollar gewährt. Vom 8. Aug. 1962 an hat Großbritannien die Möglichkeit, für die Dauer eines Jahres aus den Währungsbeständen IWF in Washington Valuta in der genannten Höhe abzuziehen. Die britische Regierung erhält auf diese Weise die Möglichkeit, die Sterling-Währung gegen zeitweisen Druck abzuschirmen. Der neue Beistandskredit ersetzt ein ähnliches, auf ein Jahr befristetes Arrangement aus dem Jahre 1961, das Großbritannien Ziehungsrechte über 500 Mill. $ einräumte.

Nun auch Goldmünzen

Die amerikanische Regierung hat angeordnet, daß alle im Ausland lebenden amerikanischen Staatsbürger die in ihrem Besitz befindlichen Goldmünzen bis zum 1. Januar 1963 in die Vereinigten Staaten zurückbringen müssen. Diese Maßnahme sei notwendig, hieß es in einer Verlautbarung des Weißen Hauses, um der zunehmenden Fälschung und Nachprägung amerikanischer Goldmünzen entgegenzutreten. Auch bisher war es schon für US-Bürger im Ausland strafbar, Gold zu besitzen, aber von diesem Verbot waren seltene Goldmünzen ausgenommen. Diese Ausnahmeregelung ist nun ebenfalls gestrichen worden.

Die erfolgreichere Union

Der Außenhandel der EWG-Länder wächst weiterhin wesentlich stärker als derjenige der Kleinen Freihandelszone (EFTA). Wie das Deutsche Industrieinstitut mitteilte, hat sich die Einfuhr der EWG-Staaten im ersten Quartal 1962 gegenüber der Vergleichszeit des Vorjahres um 13,3% auf 8,86 Mrd. $ (35,44 Mrd. DM) erhöht. Der Import der EFTA stieg nur um 2,7 % auf 6,13 Mrd. $ (24,52 Mrd. DM). Ähnlich wer die Entwicklung bei der Ausfuhr. Bei der EWG wuchs sie um 8,6 % auf 8,38 Mrd. $ (33,52 Mrd. DM), bei der EFTA lediglich um 3,1 % auf 4,93 Mrd. $ (19,72 Mrd. DM).

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