Wirtschaft

Hohe Energiepreise?

Der Wettbewerb wird im internationalen Bereich schärfer. Die deutsche Industrie vergleicht deshalb ihre Kosten immer wieder mit denen ihrer ausländischen Konkurrenten.

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DIE ZEIT

Echo in Washington

Das deutsche Wort „Spiegel“ ist in den aktuellen amerikanischen Sprachgebrauch aufgenommen worden. Berichte über „the Spiegel-Affair“ erschienen auf den Titelseiten der großen Tageszeitungen.

Kommunistisches Schisma?

Der preußische König, Friedrich Wilhelm III., hat einmal gesagt, die Fürsten hätten der Legitimität mehr geschadet als alle Demagogen.

Bonner Filzokratie

Die Art, wie in der Hauptstadt der Bundesrepublik die jüngste Koalitionskrise beigelegt wurde, ist nicht minder fatal als der Anlaß dieser Krise.

Der Staatssekretär schweigt und geht

Es hat in Bonn einige Tage gedauert, bis auch die eifrigsten Nachbeter offizieller Auslegungen zu begreifen begannen, daß die von ihnen so leichtgenommenen „Randerscheinungen“ der Spiegel-Affäre nicht den Rand, sondern das Zentrum unserer demokratischen Rechtsordnung berühren.

Spiegel-Scherben der Woche

„Vom Krankenbett aus, bei 39 Grad Fieber, fordere ich Sie und die Fraktion auf, nach des Volkes Stimme nicht wieder umzufallen.

Der dritte Mann

Dienstagabend, Hamburger Pressehaus. Ich wählte die Nummer einer Verwandten, um eine Verabredung zu treffen. Mitten im Gespräch knackte es unvermittelt und heftig.

Wer schluckt wen im Kongo?

Es ist nicht ausgeschlossen, daß Katanga den Kongo „schlucken“ wird, nicht aber der Kongo Katanga. Davon sind einige prominente UN-Delegierte überzeugt, die mit dem Kongo-Problem gut vertraut sind.

Ihr seid mir schöne Juristen ...

Wir halten es für unzulässig, daß die Bundesanwaltschaft am Dienstag mit (wie es in der Tat scheint) belastendem Material gegen den Spiegel „auspackte“ und damit die Anklage nicht vor dem zuständigen Gericht, sondern vor dem deutschen Volk erhob.

Burgfriede mit Indien

Nach Beginn der chinesischen Großoffensive an der Himalaja-Front war eine der ernstesten Sorgen der indischen Regierung, daß Pakistan die prekäre Situation Indiens ausnutzen und versuchen könnte, das lange schwelende Kaschmir-Problem mit Gewalt zu lösen.

Die Stunde des Parlaments

Wird sich der Bundestag im zweiten Anlauf über eine Notstandsgesetzgebung einigen können? Der erste Entwurf, vom damaligen Innenminister Schröder im Januar 1960 vorgelegt, war am entschiedenen Widerspruch der Opposition gescheitert.

Kubanische Nachwehen

Der Teufel steckt auch bei der Regelung der Kuba-Krise im Detail. Das kubanische Detail, um das es noch einmal Streit geben könnte, sind einige Dutzend sowjetische MIG-Düsenjäger.

Pastor und Politiker

Wo sich der Hohenzollerndamm zum Fehrbelliner Platz fügt, erhebt sich ein anonymer Wabenbau: der Amtssitz des Innensenators von Berlin.

Viel Kopfzerbrechen für Nasser

Feldmarschall Abdel Hakim Amer sei soeben aus dem Jemen zurückgekehrt, berichteten vor wenigen Tagen die Kairoer Zeitungen. Diese Meldung überraschte die Leser, denn von der Reise des ranghöchsten Offiziers und Vize-Präsidenten Ägyptens nach Sanaa, dem Sitz des jüngsten arabischen Revolutionsregimes, war ihnen vorher nichts bekannt geworden.

Krieg per Radio

Wollte man den Radiosendern Glauben schenken, dann tobt schon seit Wochen ein heftiger, mörderischer Krieg zwischen Saudi-Arabien und Jordanien, Ägypten und dem Jemen.

Mittler zwischen Skepsis und Dogma

Der diesjährige Historikerkongreß, der vor zwei Wochen in Duisburg stattfand und von über tausend Teilnehmern besucht worden ist, hat in der Tagespresse ein lebhaftes Echo gefunden.

Die Spiegel-Diskussion

Im Auditorium maximum der Hamburger Universität diskutierten unter Leitung von Professor Kogon Politiker, Schriftsteller und Journalisten über die Spiegel-Affäre.

Meinungsfreiheit

Die Frage, die ich stellen will und lösen möchte, ist einfach: Was darf ich sagen und was nicht; und wie darf ich’s sagen und wie nicht? Seitdem wir in der Bundesrepublik mit Artikel V des Grundgesetzes eine für jedermann, nicht nur für den Gesetzgeber oder als Programm geltende Verfassungsbestimmung haben, die sagt, daß „jeder das Recht hat, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“ –, seither haben sich, wie es in Deutschland üblich ist, Definitionen, Systeme, Theorien und Unterscheidungen über diesem schlichten Grundrecht gebildet, die kaum mehr zu überblicken sind.

Arnold Zweig zum 75. Geburtstag

In der DDR gilt er als einer der größten Romanciers der Gegenwart. Hier glaubt man, er sei ein Mann der Vergangenheit, der seinen Ruhm überlebt hat.

Zeitmosaik

Gegen Henry Miller wurde ein Haftbefehl erlassen, weil er nicht zu einer Gerichtsverhandlung in New York erschienen war, die klären sollte, ob sein Buch „Wendekreis des Krebses“ obszön sei oder nicht.

Bauwerke kritisch betrachtet (2): Ästhetik von unten

Die meisten dieser Reisenden, besonders junge Menschen, die ihr schwer erarbeitetes Geld investieren, um ein fremdes Land kennenzulernen, werden unvermeidlich einen gewissen Grad an Verständnis zurückbringen, das sie später vor den leichtfertigen Klischees der Vogel-Strauß-Politiker schützen kann", sagt Curt R.

Nr. 45 vom 6. November 1952: Später Segen?

Die Errichtung der Montan-Union ist wirklich eine im politischen Sinne schöpferische Tat... Zum erstenmal hat man das Trägheitsmoment, das die Völker in ihren ausgetretenen nationalen Bahnen beharren läßt, gebrochen.

Preis mit Zeitzündung

Literaturpreise sind geheimnisvolle Gebilde. Alles, was mit ihnen passiert oder nicht passiert, ist dazu angetan, Menschen in helles Erstaunen oder heftiges Grübeln zu versetzen.

Wer war Carl von Ossietzky?

In dem Bemühen, eine Perspektive zu finden für die Aktion gegen Rudolf Augstein und andere Redakteure des „Spiegel“, werden heute einerseits Vergleiche angestellt mit der Aktion gegen Carl von Ossietzky und einen anderen Mitarbeiter der „Weltbühne“, andererseits wird gesagt, solche Vergleiche seien falsch oder irreführend.

General-Quittung

Carl von Ossietzky geht für achtzehn Monate ins Gefängnis, weil sich die Regierung an der „Weltbühne“ rächen will, rächen für alles, was hier seit Jahren gestanden hat.

Kleiner Kunstkalender

Rund 2000 Objekte werden vom 14. bis zum 17. November bei Lempertz versteigert – die größte deutsche Auktion Alter Kunst in dieser Saison.

„Eviva Chruschtschow“

Völlig überraschend war in der vergangenen Woche Botschaftsrat Dr. Papini vom römischen Außenministerium im Italienerdorf des Volkswagenwerkes in Wolfsburg erschienen, um sich selbst davon überzeugen, wie seine Landsleute in der Volkswagenstadt untergebracht und betreut werden.

Haushalts-Trick in Bremen

Richard Boljahn, Bremens findiger und mächtigerSPD-Fraktionschef, tat erstaunt: „Natürlich werden wir beides bauen, die Stadthalle und das Parlamentsgebäude.

Die Mission des Karpfen „Jonny“

Als der Fischereipächter des Edersee in der Nähe der oberhessischen Stadt Schlitz einen kapitalen Karpfen mit kundiger Hand aus dem Netz löste, konnte er nicht ahnen, daß seine Beute in die Annalen der Wissenschaft eingehen wird.

Zwei-Parteien-System in Bayern?

Um es vorwegzunehmen: Unter Umständen werden nach dem 25. November – nach der Wahl zum fünften bayrischen Nachkriegslandtag – nur noch zwei Parteien im Isar-Parlament vertreten sein: CSU und SPD.

Film

„Der Gefangene von Alcatraz“ (USA; Verleih: United Artists): Nach einem unerquicklichen Melodram („Mein Bruder... ein Lump“) griff John Frankenheimer wieder auf jenes Motiv zurück, das seine beiden ersten Filme („Das nackte Gesicht“, „Die jungen Wilden“) prägte, die Auseinandersetzung zwischen blinder Opposition und blinder Ordnungsmacht.

Theater

Nach einer parodistischen Jagdszene bei Gewitter und Sturm im Rondell des gräflichen Parks tobte das Premierenpublikum vor Begeisterung.

Funk

Die bekannte mittelalterliche Legende vom Armen Heinrich, der am unheilbaren Aussatz krank ist und doch geheilt wird, lieferte den Stoff des Hörspiels.

Ist das Absurde Theater reaktionär?

Auch Weisheiten, die ewig aussehen, sind vergänglich. Ich erinnere mich aus meiner Jugend, mindestens einmal in der Woche das Goethe-Zitat gelesen zu haben: „Bilde Künstler, rede nicht!“ Das war schon zur Zeit seiner Entstehung kein absoluter Imperativ.

Bildersturm vor fünfundzwanzig Jahren

Sie hängt in dem gleichen Haus, das der gestiefelte Wüterich vor nunmehr fünfundzwanzig Jahren als „Haus der Deutschen Kunst“ eröffnete und mit dem füllte, was er und eine Handvoll schlechter Maler für Kunst hielten.

Wolfgang Ebert:: Nur im fernen Indien...

Es war nicht leicht gewesen. Aber endlich war es mir gelungen, ihn aufzutreiben: den höheren Beamten in Bonn, der in der Spiegel- Affäre noch kein unwahres Wort gesagt hatte.

Nach achtzehn Inszenierungen

Damit die folgenden Bemerkungen nicht mißverstanden werden, will ich vorausschicken, daß ich seit 1949 achtzehn Inszenierungen von sechzehn Shakespeare-Stücken in den Übersetzungen und Neufassungen von Hans Rothe auf die Bühne gestellt habe.

War Shakespeare Shakespeare?

Shakespeares Grab soll geöffnet werden. In England wurde ein „Shakespeare-Aktionskomitee“ gegründet, das auf diese Weise entscheiden will, ob die großen Dramen vom Schauspieler William Shakespeare aus Stratford-on-Avon stammen oder nicht.

Hans Rothes Shakespeare

Auf der Weltkarte der Literatur steht Shakespeare als ein eigener Kontinent, kaum bis an die Grenzen erkundet, vielleicht so groß wie, alle anderen zusammen.

Vicki Baum und Franz Kafka

– und meint damit die Welt ihrer Jugend; „Welch ungeheure Anstrengung unternahmen die Männer damals, um zu gefallen. Sie plusterten sich auf wie eitle Vögel, ließen sich bunte Schwanzfedern wachsen.

Heißere Herzen erwünscht

Strenggenommen, nämlich geographisch, ist Skandinavien eine nordeuropäische Halbinsel, meint also Schweden und Norwegen. Geologisch gehört jedenfalls Finnland noch dazu, ethnologisch Dänemark.

Zu empfehlen

Richard F. Behrendt: „Der Mensch im Licht der Soziologie“ – Versuch einer Besinnung auf Dauerndes und Wandelbares im gesellschaftlichen Verhalten; Urban-Bücher, Band 60, Verlag W.

Die schwere Kunst des Snobismus

Dem Snob, ja überhaupt der Kunst der leiteten Lebensart, scheint neuerdings viel verlegerische Liebe entgegenzuströmen. Im Vorjahr sahen, wir das Snobbuch Pipers, das Dandybuch Manns, Baron Eelkings „Bildnis des eleganten Mannes“.

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