Geringerer Ausfuhrüberschuß

Die Außenhandelsbilanz der Bundesrepublik wird in Jahr 1962 aller Voraussicht nach mit einem gegenüber dem Vorjahr verringerten Aktivsaldo abschließen. Die Einfuhren werden sich in diesem Jahr etwa auf 49 Mrd. DM stellen. Die Ausfuhren dürften etwa 53 Mrd. DM erreichen. Das Jahr 1961 schloß mit einem Überschuß von 6,615 Mrd. DM ab, wobei sich die Importe auf 44,363 Mrd. DM und die Exporte auf 50,978 Mrd. DM beliefen.

Neuer kommunaler Baurekord

Mit 1,571 Mill. DM waren die Bauausgaben der Gemeinden über 10 000 Einwohner (ohne die Stadtstaaten) im 3. Vierteljahr 1962 um 26,2 % höher als im 3. Vierteljahr 1961 und selbst um 10,5 % höher als im 4. Vierteljahr 1961, in dem sie ihren bisher höchsten Stand erreicht hatten. Gleichzeitig erhöhten sich die Inlandsschulden dieser Gemeinden um 376,2 (auf 12 824) Mill. DM; das war nicht wesentlich mehr als im 3. Vierteljahr 1961, in dem sie um 359,5 (auf 11 073) Mill. DM zugenommen hatten.

Selbständige arbeiten mehr

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus in der ersten Oktoberwoche 1961 haben die Erwerbstätigen in dieser Woche 1161 Mill. Stunden gearbeitet. Gegenüber dem Vorjahr ist das zwar eine Zunahme um 0,7 %, die Zahl der Erwerbstätigen stieg im gleichen Zeitraum aber um 1,3%. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit verminderte sich vom Oktober 1960 bis Oktober 1961 bei den Beamten von 45,5 auf 43,6, bei den Angestellten sank sie von 45,2 auf 44,6 und bei den Arbeitern von 43,8 auf 43,2 Stunden. Hingegen nahm die Arbeitszeit bei den mithelfenden Familienangehörigen von 46,8 auf 48,4 und bei den Selbständigen von 54,4 auf 54,8 Stunden zu.

Baupreise weiter gestiegen