Allen Auto-Fabrikanten steht eine härtere Wegstrecke bevor. Nach einem Jahrzehnt, in dem Volkswagen, gefolgt von Renault und Fiat das Rennen gemacht haben, sieht es jetzt so aus, als ob der Angriffsstoß von den in amerikanischem Besitz befindlichen Unternehmen in Deutschland und Großbritannien kommt, während die großen europäischen Unternehmen eine Verteidigungsschlacht führen. Sie werden Boden verlieren, wenn sie auf dem Niedrigpreis-Markt von Unternehmen wie General Motors und Ford herausgefordert werden...

Die Schlacht der Großen läßt die Stellung der kleineren Unternehmen in Europa prekärer werden. Mehr denn je werden sie sich auf die bisher vernachlässigten Märkte konzentrieren müssen, um jene Verkaufszahlen zu erreichen, die notwendig sind, die Investitionen zur Senkung der Produktionskosten zu rechtfertigen – das heißt mehr als 250 000 Wagen im Jahr verkaufen. Neuheiten wie der Wankel-Motor bei NSU mögen eine Lösung des Problems sein; aber man muß sich darauf gefaßt machen, daß andere Unternehmen Borgward in den Konkurs folgen. Wie dem auch sei, die Industrie wird lernen müssen, ebenso wie die Amerikaner mit einer Überkapazität zu leben, denn es ist unwahrscheinlich, daß die Nachfrage bis 1970 einen Ausgleich zum größeren Angebot schafft.

The Economist