Die Badische Anilin & Soda Fabrik AG, Ludwigshafen, konnte 1962 die Früchte der Preiseinbrüchen in besonderem Maß bei ihr verursacht und die Ludwigshafener Verwaltung zu schärfsten Rationalisierungsrnaßnahmen (im zweiten Halbjahr 1961 wurde die Belegschaft um 1000 Beschäftigte gekürzt) und zu einem "Vorgriff" in den Investitionen gezwungen hatte. Ergebnis für 1962: eine Steigerung des Gesamtumsatzes um 10% auf 2 86 Mrd. DM (nach 11 Mal. ertragsmäßig größte Wirkung hatte die Rationa isierung bei den Personalkosten. Durch eine weitere erhebliche Verminderung der Belegschaft um 3 6 <Vo (rund 1700 Beschäftigte) auf 45 030 Mitarbeiter konnte die Mehrbelastung aus den Lohnerhöhungen bei knapp 30 Mill. DM gehalten werden, nachdem diese im Jahr zuvor noch be i 77 Mill. DM gelegen hatte. Auch in Zukunft werden nach den Ankündigungen des Vorstandsvorsitzenden, Professor Wurster, nur auf diese Weise weitere Lohnkostensteigerungen aufgefangen werden können.

Durch strengere Auslese konnten ferner die für 1961 und 1962 geplanten Investitionen von insgesamt 800 Mill. DM um 10 °o reduziert werdei, so daß nach 446 Mill. DM Investitionen im Jahr 1961 für 1962 nurmehr 275 Mill. DM blieben, denen die Abschreibungen mit 230 Mill. DM angenähert wurden. Das Zusammenwirken von Geschäftsausweitung und Einsparungen zusammen mit einer Konsolidierung des Finanzstatus brachte der BASF eine hohe Liquidität, so daß die Gesellschaft den Investitionsbedarf für 1963 in Höhe von über 300 Mill. DM ohne Inanspruchnahme des Kapitalmarktes finanzieren kann.

Fazit Professor Wursters nach Abwägen der positiven und negativen Seiten des Geschäftsjahres 1962: "Wir dürfen zuversichtlich sein CD