Wirtschaft

Resignieren wegen de Gaulle?

De Gaulle hat Großbritanniens Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft im Namen Europas, ja, im Namen des EWG Vertrages gewabsam unterbunden.

BASF spart Personal

Die Badische Anilin & Soda Fabrik AG, Ludwigshafen, konnte 1962 die Früchte der Preiseinbrüchen in b

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DIE ZEIT

Bonn sucht die Zauberformel

Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Professor Erhard und Bundeskanzler Adenauer über die jüngste Entwicklung in Brüssel und in Paris lassen sich nicht mehr vertuschen.

Stalingrad und ein General

Noch ehe es zu einem handfesten Skandal kam, beginnen sich die Fernseh-Wogen um das Spiel „Stalingrad“ wieder zu glätten: General Foertsch als Generalinspekteur der ranghöchste Offizier der Bundeswehr, hat sich bei dem Bearbeiter der Fernsehfassung, Claus Hubalek, entschuldigt.

Nach dem Debakel: Wohin, Europa?

Proteste allein sind keine Politik. Als vor zehn Tagen Charles de Gaulle ein europäisches Hoffnungsgebäude zertrümmerte, lief ein zorniger Aufschrei über den Kontinent, über den Ärmelkanal nach England, über den Atlantik nach Amerika.

Umweg über die Freihandelszone

Der Schock des 29. Januar 1963 wird in Europa noch lange nachwirken. Doch jede emotionelle Reaktion scheint wenig sinnvoll; man muß nüchtern nach Auswegen suchen.

Zeitspiegel

„So wie Hitler seinen Marschall Petain hatte, der Frankreich für ihn regierte, so hat jetzt der französische Diktator einen deutschen Petain gefunden in Gestalt des Kanzlers Adenauer, der Deutschland für ihn regiert.

De Gaulles „Großer Plan“

Wohl die interessanteste Antwort auf diese Frage hat Jean-Jaques Servan-Schreiber gegeben. In einem Aufsatz, veröffentlicht in der „Neuen Politik“ vom 2.

Krise in Kanada

Kanadische Studenten verbrannten Strohpuppen, die Züge des amerikanischen Präsidenten trugen. Ein diplomatischer Mißgriff des State Department hat zu einer ernsten Vertrauenskrise zwischen den nordamerikanischen Staaten und in Kanada zu einer folgenreichen innenpolitischen Krise geführt.

Der Mann, der Nein sagte

Wenn man sagt, daß der preußische Offizier eine „Züchtung“ war, dann kann man dies mit gleichem Recht von den hohen Beamten der französischen Verwaltung sagen, zumal von denen, die ihre Laufbahn als „Inspecteurs des Finances“ begonnen haben.

Kongo – Ruhe vor dem Sturm?

Die UN hat im Kampf gegen Katanga die Oberhand behalten. Die Auseinandersetzung begann als Präsident Moise Tschombe seine Kupferprovinz aus der Republik herauslöste.

Partnerschaft trotz de Gaulle

Die USA werden weiterhin die atlantische Gemeinschaft anstreben. Was Präsident Kennedy den „Grand Design“, den großen Entwurf, genannt hat, bleibt auch nach de Gaulles Distanzierung und nach dem „schwarzen Dienstag“ von Brüssel das außenpolitische Grundkonzept der Vereinigten Staaten.

Dichtung und Wahrheit

Nun haben wir’s also amtlich, schwarz auf weiß, im endlich veröffentlichten "Spiegel"-Bericht. Was wir seit Monaten vermutet und dann behauptet haben: daß nämlich der frühere Bundesverteidigungsminister in der "Spiegel"-Affäre eine ganz andere Rolle gespielt hat, als er es wahrhaben wollte, und daß er das Parlament, daß er Kabinettskollegen und die Öffentlichkeit bewußt getäuscht hat, ist nun amtlich erwiesen.

Konflikt zwischen „Links” und „Rechts“

Wird Berlins Freie Universität, im Gegensatz zu ihrer Tradition, schlagende Verbindungen zulassen oder nicht? Das ist der eigentliche Sinn der von den Fakultätsältesten den 14 000 Studenten zur Urabstimmung gestellten Frage.

Die Hausjustiz in der CSU

Spätestens am Sonnabend der vergangenen Woche wurde mit aller Deutlichkeit offenbar, was Mitglieder der Christlich Sozialen Union, die nicht bedingungslos vor ihrem Landesvorsitzenden kuschen, von der CSU-Hausjustiz erwarten müssen.

In der Radarfalle

Von einer „Radarfalle“ war nicht mehr die Rede, als der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, der Bremer Abgeordnete Ernst Müller-Hermann, in Nienburg als Verkehrssünder vor dem Einzelrichter stand.

Nach der ersten Bombe...

... kann nur ein katastrophensicheres Nachrichtensystem den nuklearen Krieg verhüten

ZEIT-Berichte aus der Forschung

Raumfahrtexperimente werden auf die Dauer nicht ohne Einfluß auf das Wetter bleiben, meint Jerome Pressman von der Geophysics Corporation of America in einem Bericht an das amerikanische Verteidigungsministerium.

Plötzlich schwiegen die Sender

Das Magnetfeld der Erde gerät häufiger einmal in Bewegung, und dann gibt es meistens Ärger mit den transkontinentalen Radioverbindungen.

Laßt uns das Eis brechen!

Der Erdball hat es allmählich satt, als Fußball behandelt zu werden, den die politischen Kannegießer mit ihren von der Geschäftigkeit naß gewordenen Fußballschuhen immer wieder mitleidlos bald in die eine, bald in die andere Richtung stoßen.

Zeitfragen: Mehr Französisch?

Die Frage „Bundeskultusministerium oder nicht“ ist mit Recht umstritten. Denjenigen von uns, denen die Argumente dagegen schwerer zu wiegen scheinen als die Argumente dafür‚ wurde dieser Tage wieder einmal ein anschauliches Beispiel an die Hand gegeben.

Haut die Gruppe 47!

Was mag ausgerechnet Dufhues zu seinen verletzenden und linkischen Ausfällen gebracht haban? Dufhues, der sich zum Beispiel in einem Interview über grundsätzliche Fragen der Öffentlichkeitarbeit der CDU (in der Süddeutschen Zeitung vom 8.

Zeitmosaik

Am 16. Februar wird in den USA eine neue Zeitschrift erscheinen, die New York Book Review Sie wird einen Umfang von 48 Seiten haben, 25 cts.

Zeitlos

Vor allem aber sollten alle europäischen Staaten bedenken, daß sie in einem Boot sitzen. Nicht nur gegenüber der Sowjetunion, sondern zunächst einmal gegenüber Amerika.

Der Kaukasische Kreidekreis in Schwarz

Es gibt hier eine Studentenbühne, Dramatic Society genannt, die Brechts Kaukasischen Kreidekreis aufführte. Ich habe selten so gebannt einer Aufführung zugesehen und kann mir nicht vorstellen, daß Brechts Absicht, durch Verfremdung tiefer aufzuschließen, jemals besser in Erfüllung ging – wenn auch nicht gerade auf die vorgesehene Weise.

Mehr Kunst als proletarisch

Daß unsere Kenntnis vom Theater-Theoretiker Brecht bruchstückhaft und gar zu eng gewesen ist, zeigt die jetzt vom Suhrkamp Verlag vorbereitete, auf sechs Bände berechnete Ausgabe der „Schriften zum Theater“, deren erste beiden Bände im Frühjahr erscheinen sollen.

Unsere Sprache: Häutungen

Es wird sich wohl nicht mehr beweisen lassen – obwohl der Verdacht naheliegt –, daß Curzio Malapartes weiland aufregender Roman „Die Haut“ schuld daran war, als plötzlich auf dem literarischen Markt die Haut Metapher wurde.

Brief aus dem Rheinland (III)

es geht mir sehr nahe, daß Du so viele Deiner Tage in Weltschmerz und Trübsal verbringst, weil Du Dich Deiner Staatsangehörigkeit schämst.

Kleiner Kunstkalender

In der Fachliteratur sind sie unbekannt. Kein Museumsmann, kein Sammler norddeutscher Fayencen, kein versierter Kunsthändler weiß oder wußte bisher von ihrer Existenz.

müssen majuskeln modern?

Nachdem man einige Jahre lang nichts von den Rechtschreibereformern vernommen hatte und die ganze „Bewegung“ bereits für eingeschlafen hielt, erfuhr man auf einer Pressekonferenz in der Wiener „Concordia“, daß man inzwischen in ministeriellen Hinterzimmern sorgsam getagt hatte und dicht vor dem Endsieg stehe.

Ebert:: Zynische Italiener

Manchmal bedarf es nur eines einzigen Briefes, um einen die Welt in einem anderen Licht sehen zu lassen. So ein Brief – man kann schon beinahe von einem Aufschrei sprechen – erreichte mich in diesen Tagen aus der italienischen Botschaft.

Umstrittener Führer der Jugendbewegung

Ich weiß, welch zähflüssiger Strom die Gesellschaft ist. Mancher Junge nimmt sich vor, dagegen anzurennen. Aber wenn der Strom ihn erfaßt hat, erlahmen seine Kräfte bald, und er läßt sich mit den anderen treiben, einerlei, wohin es geht.

Zu empfehlen

FÜR Germanisten und Zeitungswissenschaftler – Fritz Schlawe: „Literarische Zeitschriften 1885 bis 1910“ und „Literarische Zeitschriften 1910 bis 1933“; Sammlung Metzler, Realienbücher für Germanisten, Stuttgart; 93 ti.

Ein kritischer Querschnitt

Unser heutiger „Kritischer Querschnitt“ ist insofern ein Kuriosum, als man zwar notfalls noch von Querschnitt reden könnte, differenzierte Kritik diesmal aber mehr denn sonst vermissen muß.

Sie trotzen dem Schicksal

Der Bundespräsident hat kürzlich der Versehrtensport-Gemeinschaft Gelsenkirchen und ihrer Sitzballmannschaft, die dreimal hintereinander Bundessieger wurde, das Silberne Lorbeerblatt verliehen.

Theater

Zum siebzigsten Geburtstag des in Baden-Baden wohnenden Werner Bergengruen wurde eine Dramatisierung seines berühmten Romans uraufgeführt.

Funk: „Das Karussell des Einhorns“

Es ist noch ein Kinderkarussell von der lieben altmodischen Art: ohne Motorräder, Autos und Raketen, dafür aber mit so geheimnisvollen Wesen wie Einhorn, Hirsch und Phönix.

Im Western nichts Neues

Der erste Cinerama-Spielfilm „Das war der Wilde Westen“ – Unwillkommener Anlaß zu einem Nachruf

Film

„Die weiße Taube“ (Tschechoslowakei; Verleih: Neue Filmkunst): Von Zeit zu Zeit, wenn die Behörden es gestatten, erlaubt sich die Filmkunst in den Ostblockstaaten eine Erholungspause von den politischen Pflichtübungen.

Fernsehen: Hubaleks Niederlage bei Stalingrad

Den Auftakt, die Vorgeschichte des Dritten Reiches, reproduzierte eine Gemeinschaftsarbeit des Westdeutschen und des Süddeutschen Rundfunks (Redaktion: Huber, Müller, Ruge; Wissenschaftliche Beratung: Professor Besson) unter dem Titel „Wie es dazu kam“.

Das gefährliche Dreieck

Nach dem Rom-Besuch Macmillans verstärkte sich die in London sofort nach dem Brüsseler Fiasko aufgeflatterte Hoffnung, daß die Fünf eine weitere Abkehr der EWG von England bremsen und damit die Bahn für einen späteren englischen Beitritt nicht weiter verrammeln wollen.

Harter Frost über Europa

Nach dem brüsken, durch Frankreich erzwungenen Abbruch der Verhandlungen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und England ist der Seelenfrieden auf dem „alten Kontinent“ dahin.

Und nun also: Air Union

Es scheint, daß ein vieldiskutierter Plan europäischer Zusammenarbeit, der jetzt, vier Jahre alt ist, noch in diesem Jahr Gestalt annimmt: das Zusammenwirken der vier Luftfahrtgesellschaften Air France, Lufthansa, Alitalia und Sabena im Rahmen der Air Union, Im Oktober 1962 erfuhr man, daß General de Gaulle diesem Projekt, das seit Jahresfrist von der französischen Regierung aufgegeben worden war, doch noch seine Zustimmung erteilt hatte.

Der Leser schreibt...

Der Leser könnte aus Professor Kruses Beitrag die Meinung gewinnen, die sogenannte Grenznutzenschule bzw. subjektive Wertlehre sei – worauf der Verfasser wohl hinaus will – völlig steril gewesen und habe die Nationalökonomie in eine Sackgasse geführt.

Am Rande notiert

Es war Professor Erhard, der den Bundeskanzler veranlaßte, im sogenannten Stabilisierungsprogramm die Vorlage eines regierungsamtlichen Wirtschaftsberichts anzukündigen.

Das Freundes-Opfer

Das ist in Bonn wirklich nicht an der Tagesordnung: Ein Staatssekretär lehnt es ab, für sein engeres Arbeitsgebiet weiterhin die Verantwortung zu tragen.

Auf Borgwards Spuren?

Allen Auto-Fabrikanten steht eine härtere Wegstrecke bevor. Nach einem Jahrzehnt, in dem Volkswagen, gefolgt von Renault und Fiat das Rennen gemacht haben, sieht es jetzt so aus, als ob der Angriffsstoß von den in amerikanischem Besitz befindlichen Unternehmen in Deutschland und Großbritannien kommt, während die großen europäischen Unternehmen eine Verteidigungsschlacht führen.

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