Prominente Politiker der CDU/CSU werden Ende April nach Frankreich fahren. Der Parteivorstand der gaullistischen „Union der Neuen Republik“ hat sie zu einer Zusammenkunft in der Umgebung von Paris eingeladen. Vorausgegangen ist schon eine erste Begegnung in Bad Godesberg. Und nach den Alten, dann auch die Jungen: Für den Sommer ist ein großes Treffen der gaullistischen und christlich-demokratischen Parteijugend geplant.

Deutsch-französische Freundschaft, gut. Warum dann nicht auch enge Kontakte zwischen den beiden großen Parteien? Man würde nur gern wissen, was auf solcherlei Begegnungen beredet, was dort beraten wird. Vielleicht werden die Politiker jener französischen Partei, deren Chef neuerdings an der Verfassung der Bundesrepublik einiges auszusetzen hat, ihren deutschen Kollegen in den schönsten Farben schildern, wie glatt und wie leicht es sich in einem Lande regieren läßt, das die plebiszitäre Fernseh-Demokratie sein eigen nennt.

Vielleicht finden sich aber doch auch ein paar französische Parlamentarier, die die Gelegenheit benutzen, um ihren Kollegen von dieser Seite des Rheins zu erzählen, wie man sich in einem Parlament fühlt, das nichts mehr zu sagen hat. H. G.