Frisia-Stützung mit eigenem Geld?

In Ihrer Ausgabe Nr. 8/63 schreiben Sie u. a., daß die Deutsche Girozentrale „mit eigenem Geld“ der Frisia geholfen habe, Sind Sie dessen so sicher? Ob es nicht vielleicht doch das Geld ihrer Einleger war, also mindestens zum Teil auch das des Sparers? Georg Michael Zerbst, Frankfurt-Ginnheim

Nationalrat Rudolf Suter, Aufsichtsratsvorsitzender der Erdölwerke Frisia AG verdächtigt in einem Rundschreiben das Schutzkomitee der Frisia-Vorzugsaktionäre, andere Ziele zu verfolgen, als es in der Öffentlichkeit vertritt. Als „feiner Mann“ läßt Suter seinen schärfsten Angriff gegen das Schutzkomitee (Leiter: Dr. von Arx, Zürich) allerdings nicht aus seinem eigenen Munde kommen. Hier zitiert er vielmehr die schweizerische sozialistische Zeitung „Das Volksrecht“, die meint, es sei nicht von der Hand zu weisen, daß neben Hermann J. Abs (Deutsche Bank) auch die großen Erdölfirmen hinter dem Komitee stehen.

Der Unilever-Konzern wird für 1962 eine Gesamtdividende von 22 (21) % ausschütten. Unter Berücksichtigung der bereits gezahlten Interimsdividenden wird es eine Schlußausschüttung von 14 (13) % geben. Das Ergebnis 1962 wurde nicht mehr durch die Folgen belastet, welche der Gesellschaft im Jahr zuvor daraus erwachsen waren, daß sie sich für eine in den Niederlanden aufgetretene „Bläschenkrankheit“ als verantwortlich bekannte. Inzwischen sind allerdings erhebliche Zweifel darüber aufgetaucht, ob die von Unilever verkaufte Margarine tatsächlich Ursache der Krankheitserscheinungen war.