„...Zur Endrunde bitte die Paare vier, ach:, elf und siebenundzwanzig!“

Wispernder Tüll, schweigendes Schwarz. Die Arena: schimmerndes Parkett mit den kleinen Lichtreichen der Scheinwerfer.

Paso doble... Der Torero trägt einen Frack! Jetzt... kugelt er der Dame den Arm aus... nein die Dame löst ihre Hand mit einem Ruck und hebt sie graziös. Ole! Der Arm ist noch intakt. – Der Herr kniet und wirft den Kopf zurück. Die Dame umkreist den Knienden. Der Torero und seine Capa! (Die Augen meiner Frau glänzen. „Welche Symbolik!“ flüstert sie und starrt fasziniert auf den Bildschirm.)

Tango ... Stampfende Rhythmen. Die Musik treibt die Paare vor sich her. Arme und Beire arbeiten wie Hebel. Körper fliegen zusammen – stoßen sich wieder ab. (Unwillkürlich konjugierte ich: Tango, tetigi, tactus, tangere – berühren ... wir hatten einen guten Lateinlehrer.) Die Samba ist fröhlicher, ausgelassen – der Rumba ohne Tropenglut. Manchmal hüpfen die tanzenden Paare wie Hartgummibälle...

Die Nummern auf den Frackrücken künden vom Ernst der Stunde. Startnummern! Hier wird gewertet! Die Tänzer lächeln, aber ihre Gesichter wirken ernst.

„Siebenmal die Neun!“ ruft der Turnierleiter. Seine Stimme ist gemessen, distinguiert.

Das Siegerpaar verneigt sich.