Den Raumausstattern eine Fundgrube, den Raumpflegerinnen wahrscheinlich ein Dorn im Auge – von den Schachspielern und eigentlich Betroffenen ganz zu schweigen – sind Schachfiguren, aus ganz anderem Holz geschnitzt: aus Ton, aus Metall, Glas oder Bernstein geformt, dekoriert und dekorativ zugleich, machen sie gotischen Madonnen, Barockputten und venezianischen Glasgespinsten den Platz im Wohnzimmer streitig.

Dem Kunsthandwerk sind keine Grenzen gesetzt. Bauer, Springer, Dame, König sind aus dem Spiel genommen. Sie sind schachmatt und ziehen, wie gutes Nippes, den Staub auf sich. Träge Plastiken, auf Pension gesetzt. Wann werden endlich Kartenspiele eingerahmt? C. S.