Der Bundesschatzminister soll endlich jene 70 Mill. DM herausrücken, die durch den Verkauf der bundeseigenen „Vereinigte Tanklager und Transportmittel GmbH“ (VTG) an die Preussag erzielt worden sind. Aber Minister Dollinger war der falsche Adressat dieser finanzministeriellen Mahnung; er hat dieses Geld nicht. Im Obligo ist die Industrieverwaltungsgesellschaft (IVG), die gar nicht darandenkt, ihrer Zahlungsverpflichtung nachzukommen. Staatssekretär Volkmar Hopf, der Vorsitzer des IVG-Aufsichtsrates, legte sich quer. Seine Begründung: die der IVG seinerzeit zur Verfügung des Bundesverteidigungsministeriums überlassenen Kesselwagen, Tankschiffe und Tanklager hatten allenfalls Schrottwert. Durch Steuer- und Lastenausgleichsverpflichtungen seien im übrigen 25 Mill. DM „übriggeblieben“. Diese 25 Mill. mußten für die Instandsetzung des Wagenparks eingesetzt werden, so daß die IVG auch nicht einen roten Heller an die Bundeskasse abführen könne. Damit ist Dollinger vorerst am Ende seines Lateins: jetzt muß der zuständige Bundestagsausschuß die Suche nach den verschwundenen Millionen aufnehmen – und die Sozialdemokraten reiben sich bereits die Hände.