Maßhalten ist notwendig

Eine Umfrage des Allensbacher Instituts ergab, daß 83 % der Befragten etwas von Maßhalte-Appellen gehört haben. 57 % beziehen den Begriff „Maßhalten“ auf den Konsum (Verzicht auf einen Kauf), fast ebensoviele (56 %) sehen in ihm eine Aufforderung an die Unternehmer, sich mit kleineren Gewinnen zu begnügen. 47 % denken an zurückhaltendere Forderungen der Gewerkschaften. Die Frage, ob der Vorwurf mangelnden Maßhaltens berechtigt sei, wurde von 61 % der Befragten zustimmend beantwortet, 20 % antworteten mit „nein“. Auf die Frage, ob man zu einer Einschränkung des privaten Konsums zugunsten höheren Sparens bereit sei, erklärten zwei Drittel, daß ihnen dies bei ihren gegenwärtigen Verhältnissen nicht möglich sei.

Einkommensteuer bei uns und in USA

Ein auf der Basis vergleichbarer Kaufkraft angestellten Vergleich der Einkommensteuerbelastung kommt zu folgendem Ergebnis: Bei einem Verheirateten (ohne Kind) beträgt der Einkommensteuersetz bei einem Jahreseinkommen von 100 000 DM in der Bundesrepublik 34,5 %, in den USA 33 %, bei einem Einkommen von 200 000 DM in der Bundesrepublik 41,8 %, in den USA 46,5 %.

Positiv zum Gutachtergremium

Die erste Beratung des Wirtschaftsausschusses des Bundestages über den Gesetzentwurf zur Bildung eines Sachverständigenrats brachte weitgehende Übereinstimmung. Der Ausschuß will sich am 28. 3. erneut mit diesem Komplex befassen. Damit das Gutachtergremium so rechtzeitig eingesetzt werden kann, daß es in der Lage ist, termingerecht den Wirtschaftsbericht 1964 zu erstellen (der Wirfschaffsbericht 1963 wurde noch vom Bundeswirtschaftsministerium selbst erarbeitet), muß der Bundestag den Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause verabschieden. Der Wirtschaftsausschuß will seine Beratungen noch vor Ostern beenden.

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